Das christliche Osterfest und seine jüdischen Wurzeln

"Abendmahl und Sederabend". Am Beginn des "Österlichen Triduums" spricht der römisch-katholische Theologe und Judaist Gerhard Langer über die Parallelen und gravierenden Unterschiede des christlichen Pascha- und des jüdischen Pessach-Festes

Es war der Sederabend des damaligen Pessach-Festes: Am Gründonnerstag hat Jesus von Nazareth vor seinem Tod am Kreuz manchen Überlieferungen nach mit seinem engsten Kreis, den zwölf Aposteln, Abendmahl gefeiert. Der Seder, am 14. Nisan nach jüdischem Mond-Kalender, ist der Vorabend und Auftakt von Pessach, im Zuge dessen an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnert wird. Aus dem ritualisierten Ablauf der jüdischen Mahlzeit am Sederabend und den gemeinsamen Mahlfeiern der christlichen Urgemeinde haben sich christliche Kultformen wie eben am Gründonnerstag entwickelt.

Der Zeitraum von der abendlichen Messe des Gründonnerstags - der Feier vom sogenannten "Letzten Abendmahl" - bis zur Vesper des Ostersonntags wird in der römisch-katholischen Kirche traditionell "Triduum Sacrum" oder auch "Österliches Triduum" genannt. Er gilt als ein einziges Hochfest, das höchste des Kirchenjahres, und führt in den liturgischen Büchern den Titel "Die Drei Österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn".

Durch unterschiedliche Kalenderzählungen weichen Ostern und Pessach manchmal voneinander ab, in diesem Jahr werden die beiden Feste - religionshistorisch passend - zeitgleich gefeiert. Am Beginn des "Österlichen Triduums" spricht der römisch-katholische Theologe und Judaist Gerhard Langer über die Parallelen und gravierenden Unterschiede des christlichen Pascha- und des jüdischen Pessach-Festes.

Gestaltung: Kerstin Tretina

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