Marlen Haushofer über zermürbende Alltäglichkeiten und Zufluchtsorte

"Die Mansarde". Von Marlen Haushofer. Es liest Gerda Lischka

Sie ist Frau eines Rechtsanwaltes und Mutter von zwei Kindern. Ihrem Mann zuliebe hat sie ihren Beruf als Illustratorin aufgegeben, um sich den Ehe- und Hausfrauenpflichten zu widmen. Nur in der Mansarde, ihrem Zufluchtsort, kann sie ganz für sich sein, den banalen Alltag hinter sich lassen und sich dem Zeichnen hingeben. Auch die rätselhaften Umschläge öffnet sie hier, die sie eines Tages in der Post findet und die nichts weiter enthalten als Tagebuchseiten, die sie selber vor vielen Jahren geschrieben hat und die aus einer Zeit stammen, die sie schon ganz vergessen hat.

Vor 100 Jahren am 11. April 1920 wurde Marlen Haushofer in Frauenstein in Oberösterreich geboren. Sie studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später mit ihrem Mann und zwei Kindern im oberösterreichischen Steyr. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Obwohl sie unter anderem 1968 mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet wurde, hatten ihre Bücher erst nach ihrem Tod großen Erfolg, als die Frauenbewegung sie für sich entdeckte.

Gestaltung: Daniela Wagner.

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Marlen Haushofer: Die Mansarde (Roman, Ullstein Verlag/ Claassen Verlag)

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