Filmstill aus "Hangmen Also Die", Mann versteckt sich hinter einer Haustüre, davor Soldaten des 3. Reichs

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Brechts einzige Arbeit für Fritz Lang und Hollywood

"Hangmen Also Die". Von Bertolt Brecht und Fritz Lang. Mit Beate Himmelstoß, Laura Maire, Tanja Schleiff, Barbara Melzl, Gert Heidenreich, Tobias Lelle, Stephan Bissmeier, Jens Harzer, Burchard Dabinnus u.a., Übersetzung: Jürgen Schebera. Komposition: Kalle Laar, zeitblom. Bearbeitung: Michael Farin. Regie: Bernhard Jugel (BR 2005)

Im Mai 1942 wird Reinhard Heydrich, einer der Hauptorganisatoren des Holocaust, in Prag bei einem Attentat durch tschechoslowakische Widerstandskämpfer getötet. Um den Widerstand der Bevölkerung zu brechen, töten die Nazis daraufhin die gesamte männliche Bevölkerung des Dorfes Lidice, verhängen landesweit das Standrecht und verhaften und liquidieren hunderte von Unschuldigen in Prag. Die beiden Attentäter nehmen sich das Leben, nachdem sie von einem Mitwisser verraten worden waren.

Unmittelbar nach dem Attentat auf Heydrich, dem "Henker von Prag", schlägt Bertolt Brecht im amerikanischen Exil Fritz Lang eine Verfilmung vor. Im Film gelingt es Widerstandskämpfern, den Verdacht auf einen Kollaborateur zu lenken. Im März 1943 kommt der Film unter dem Titel "Hangmen Also Die" in die Kinos. Es ist Brechts einzige Arbeit für Hollywood. "Der Film zeigt eindringlich, dass Faschismus tödlich ist. Gleichzeitig sagt er: 'Wir ergeben uns nicht!'", schrieb der San Francisco Star, 1943. - Das Hörspiel ist die Umsetzung des berühmten amerikanischen Filmes mit historischen O-Tönen.

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