Klimavolksbegehren, Kirchenkonferenz für Amazonien

Kirchliche Umweltreferenten: Klimavolksbegehren endete "achtbar" +++ Neu konstituierte Kirchenkonferenz für Amazonien +++ VfGh vertagt Entscheidung über Kopftuchverbot und Sterbehilfe +++ US-Bischöfe kritisieren Abtreibungsurteil des obersten Gerichts

1. Kirchliche Umweltreferenten: Klimavolksbegehren endete "achtbar"

Markus Gerhartinger, neu gewählter Sprecher der diözesanen Umweltbeauftragten, bezeichnete heute (30. Juni) das Ergebnis des auch von den Religionsgemeinschaften in Österreich breit unterstützten Klimavolksbegehrens mit seinen über 380.000 Unterschriften angesichts der schwierigen Umstände in Corona-Zeiten als durchaus "achtbar".
Und dieser erstmalige Schulterschluss der Religionsgemeinschaften für den Umweltschutz soll erhalten bleiben und die Politik zu notwendigen Weichenstellungen motivieren, meinte Gerhartinger. In der von ihm vertretenen Konferenz der kirchlichen Umweltbeauftragten in Österreich sind katholische und evangelische Fachleute vertreten, - auch Kooperationen mit muslimischen Beauftragten habe es bereits gegeben.


2. Neu konstituierte Kirchenkonferenz für Amazonien

Am 29. Juni ging - per Videoschaltung - die erste konstituierende Sitzung der "Conferencia Eclesial de la Amazonia" zu Ende. Diese neue katholische Institution ist ein konkretes Ergebnis der Amazonien-Synode, zu der Papst Franziskus vergangenen Herbst eingeladen hat. - Gestaltung: Maria Harmer


3. VfGh vertagt Entscheidung über Kopftuchverbot und Sterbehilfe

Der österreichische Verfassungsgerichtshof wird seine Beratungen über das Verhüllungsverbot an Volksschulen - also das Kopftuchverbot - Mitte Juli fortsetzen. Das Thema Tötung auf Verlangen - also die aktive Sterbehilfe - wird im Herbst erneut auf der Tagesordnung in Form einer öffentlichen Verhandlung stehen.


4. US-Bischöfe kritisieren Abtreibungsurteil des obersten Gerichts

Die katholischen Bischöfe der USA kritisieren das Oberste Gericht des Landes für seine Entscheidung, ein Gesetz des Bundesstaates Louisiana, das Abtreibungen erschweren sollte, für verfassungswidrig zu erklären.
Die Bischöfe kündigten an, sich weiter dafür einzusetzen, dass der Oberste Gerichtshof "bisherige Urteile korrigiert und das verfassungsmäßige Recht auf Leben für ungeborene Menschen anerkennt".
Nicht erwähnt in der bischöflichen Stellungnahme wird eine weitere Entscheidung des Supreme Courts. Darin hatte das Oberste Gericht den Weg dafür geebnet, wieder Hinrichtungen auf Bundesebene zu erlauben, was seit 2003 nicht mehr passiert ist.

Moderation: Martin Gross

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