Ein Mann hört im Bett etwas auf seinem Handy.

AP/WEI LIANG

Digitale Schlafstörungen

1. (Mit) Smartphone, Tablet und PC abschalten

2. Digitale Spielewelten
Games zum Lernen, Nachdenken, Mitfühlen

1. Besonders die heißen Sommernächte können zu langen Nächten ohne Schlaf werden. Na gut, wenn man schon nicht schlafen kann, kann man doch noch schnell E-Mails checken oder durch die Sozialen Medien scrollen. Damit verschärft man das Problem nur. Denn egal, ob zur Unterhaltung oder aus beruflichen Gründen, wer Smartphone und Co. nicht abschaltet, kann auch selbst nicht abschalten.

Digitale Medien beeinflussen unsere Schlafdauer und Schlafqualität. Etwa ein Viertel der Österreicherinnen und Österreicher leiden unter Ein- oder Durchschlafproblemen. Die Zahl der Betroffenen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, auch unter den Jugendlichen. So zeigt eine deutsche Datenerhebung der Kaufmännischen Krankenkassen, dass sich der Anteil der 15- bis 19-jährigen mit ärztlich diagnostizierten, nicht organisch bedingten Schlafstörungen innerhalb von 10 Jahren verdoppelt hat.

Dass digitale Medien uns den Schlaf rauben, liegt u.a. an der Beleuchtung. Wissenschaftler vermuten, dass Blauanteile des Bildschirmlichts von Smartphone, Tablet oder PC den Melatonin-Spiegel beeinflussen und damit den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. - Johanna Hirzberger ergründet das Phänomen digitaler Schlafstörungen.

2. Über Abgründe springen, gegen wiederkehrende Feinde kämpfen und viele weitere Hindernisse überwinden - das waren die Abenteuer des Helden in Latzhose, von Super Mario, der in den 1990ern über viele Gameboy-Bildschirme flimmerte.
Heute tauchen Spielerinnen und Spieler oft in aufwendige 3D-Welten ein, um dort virtuelle Abenteuer zu erleben. Immer mehr Spieleentwickler bauen neben Action, Abenteuer und Gewalt aber mittlerweile auch auf Themen, mit denen sie etwas bewegen wollen. Spiele, die zum Lernen, zum Nachdenken, zum Mitfühlen oder zu einem stärkeren demokratischen Bewusstsein anregen sollen, wie Sylvia Andrews berichtet.


Moderation: Julia Gindl
Redaktion: Franz Zeller

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