Futuristische Architektur in Japan.

RAFAEL KOPPER

Ö1 Kunstsonntag: Japan

Am 6. August 1945, um 8:15 Uhr Ortszeit, explodierte über der japanischen Stadt Hiroshima die erste Atombombe. Zwei Tage später folgte der Atombombenangriff der USA auf Nagasaki. Aus Anlass des 75. Jahrestages dieser Ereignisse, die eine Wende in der japanischen Zeitgeschichte darstellen, widmet Österreich 1 Japan einen ausführlichen Themenschwerpunkt. Im Ö1 Kunstsonntag sind Jazz und Literatur aus Japan zu hören, neue Musik und filmische Annäherungen an Hiroshima.

Mehrere Jahre hat die Ö1-Musikredakteurin Irene Suchy in Japan verbracht - sie hat die traditionellen Instrumente Koto und Shamisen gelernt und die Recherchen für Ihre Dissertation über die abendländische Musik in Japan gemacht. Im Zeitton-extended berichtet sie über das Ringen der japanischen Komponisten der Nachkriegszeit um einen neuen japanischen Musikstil.

Die unglaubliche Zerstörungskraft der von den USA eingesetzten Atombomben ist dokumentiert in Bildern des Grauens, die längst im kollektiven Menschheitsgedächtnis verankert sind, einerseits durch die Fotografie andererseits durch dokumentarische Filmaufnahmen. Aber auch im Spielfilm hat Hiroshima tiefe Spuren in den Kinematografien - vor allem der beiden kriegführenden Nationen USA und Japan - hinterlassen. Arnold Schnötzinger hat sich für die heutige Filmkolumne einige Beispiele dazu angesehen.

"Isolation Island" heißt das Stück von Pia Palme, das heute im Kunstradio zu hören ist - da ist aber nicht mehr die Rede von Japan oder einer seiner knapp 6.852 Inseln entlang der Pazifikküste. Örö, die betreffende Isolation Island, gehört vielmehr zu Finnland. Auf eine Klangerforschung dieser Insel - vor dem Hintergrund des Corona-Lockdowns - begibt sich die Wiener Komponistin, Musikerin und künstlerische Forscherin Pia Palme in ihrer ersten Radiokomposition.

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