Neuroprothese, Exoskeleton

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Prothesen mit Gedanken steuern

Trotz Querschnittlähmung mobil

Oft ist es ein Unfall, manchmal auch eine Krankheit, die das von der Wirbelsäule geschützte Rückenmark in einem Ausmaß verletzt, dass eine Querschnittslähmung die Folge ist. Die Auswirkungen auf das tägliche Leben sind fatal, da die Kommunikation zwischen dem Gehirn und Teilen des Körpers nicht mehr funktioniert. Ein Forscherteam des Instituts für Neurotechnologie der TU Graz hat es sich zur Aufgabe gemacht, betroffenen Menschen zu helfen.

Seit Jahren arbeiten die Wissenschafter/innen in einer internationalen Kooperation daran, die fehlerhaft Kommunikation zumindest stellenweise wieder zu aktivieren. So können Betroffene trotz ihrer Querschnittslähmung beispielsweise nach einem Glas Wasser greifen oder selbstständig eine Gabel halten. Möglich ist das mit einer sogenannten Neuro-Prothese, die als eine Art ausgelagertes Nervensystem die Muskeln stimuliert. Steuern können die Betroffenen ihre Neuroprothese selbst - mit der Kraft ihrer Gedanken, wie Sylvia Andrews dokumentiert.

Architekt des Internets
Ein Porträt von Vint Cerf


Fast unbemerkt, quasi im Schatten der Corona-Krise, hat China mit seinem Vorzeige-Unternehmen Huawei Ende März versucht, eine Erneuerung des TCP/ IP-Standards voran zu treiben und damit die Sprache des Internets zu verändern. Der Vorschlag, der vor allem von Ländern wie Russland, Saudi-Arabien und Iran begrüßt wurde, hätte die grundlegenden Strukturen des Internets zentralisiert. "New IP" hätte die Möglichkeit geboten, "unerwünschte" Teilnetze abzudrehen bzw. lahmzulegen. Es wurde vom IP-Verwaltungsgremium RIPE zurückgewiesen.

Sarah Kriesche nimmt diese Idee zum Anlass, um einen Blick auf die Architektur des Internets zu werfen. Sie hat Vint Cerf, der oft als einer der Väter des Internets bezeichnet wird, getroffen und ein Porträt verfasst.

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