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ORF

Radio ist live! Radio ist Streaming!

Ö1 Schwerpunkt "Hören" - das Ö1 Kunstradio live aus Graz
"Kunstradio im Kunstradio. Radio ist live!" von Josef Klammer und Seppo Gründler

Vorweg: Obwohl oft Grosses herauskommt, kann man ins Radio nicht hineingehen, es ist zu klein. In die Sendung "Kunstradio im Kunstradio" kann man auch nicht hineingehen, obwohl sie gross genug wäre. Schwierige Zeiten sind so. Sie können aber überall draussen jedwedes Empfangsgerät nutzen, sogar unterschiedliche, und auch mehrere auf einmal, was aufgrund der verschiedenen Empfangsverzögerungen seinen eigenen Reiz hat. Sie erzeugen so quasi Ihre eigene Sendung, obwohl es nur Empfang ist. Was lecker Radio.
(Exzerpt: Albert Pall)

Josef Klammer: e-drums, controller, toys
Seppo Gründler: extended guitar, electronics, gadgets
Albert Pall: Text
Ninja Reichert: Stimme

Aufführungsraum ist das medien kunst labor esc in Graz. Eine Galerie, von drei Seiten einsichtig, eine "Quarantänesituation", vergleichbar mit einem Schaufenster, in dem Klammer und Gründler konzertieren. Ninja Reichert performt den Text von Albert Pall der analog einer akustischen Bildbeschreibung dieses Live-Konzerte illustriert.
Das Musikmaterial oszilliert zwischen Atmos, Live-Radio und Objets Trouvés. Mittels Binauraltechnik wird das live Gespielte im Hör-Raum dreidimensional verteilt, das musikantische Element, das sich einer erweiterten Jazz- und Improvisationsgeschichte verbunden sieht, steht im Vordergrund. Ein optimales Hörerlebnis für Kopfhörer im wörtlichen Sinne, Radio eben.

Ein Kopfhörerkonzert, üblicherweise bei Klammer und Gründler eine Hör-Skulptur im Publikumsraum, expandiert bei diesem Projekt in eine globale Radio-Skulptur. Der Zutritt in die Galerie ist verboten und die Aufführung ist im Außenbereich des medien kunst labor esc via Live-Stream mit der Ö1 App auf mobilen Empfangsgeräten wie Smartphones oder Tablets zu empfangen. Aber auch klassisch zu Hause vor dem Radiogerät, oder im Vorbeifahren im Autoradio.
Halten Sie Abstand, das Social Distancing ist Teil der Aufführung!

"Nunmehr sind alle meine Verbindungen aufgelöst. Das Publikum ist mir jetzt alles, mein Studium, mein Souverain, mein Vertrauter. Ihm allein gehöre ich jetzt an. Vor diesem und keinem anderen Tribunal werde ich mich jetzt stellen. Dieses nur fürchte ich und verehre ich". Friedrich Schiller, 1784.

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