Heimkehrer vor einem zerbombten Haus

ÖNB/CROY

Mein Vater war ein Nazi-Täter

Von Massakern und Erschießungskommandos. Das Leben mit NS-Täterschaft in der Familie

In der Kindheit und Jugend wusste man in der Familie nur - der Vater ist tot. Über den Umstand seines Todes wurde nie gesprochen, man selbst hat nie gefragt. Eine Steirerin erzählt, wie sie mit acht Jahren aufschnappte, ihr Vater sei nach dem Krieg von den Engländern erhängt worden. Als sie erfuhr, dass ihr Vater Lagerleiter im größten Zwangsarbeiterlager von Graz war, war sie sechzig Jahre alt.

Ähnlich ging es einem Universitätsprofessor für Zeitgeschichte, auch er begab sich erst mit über sechzig auf die Spuren seines Vaters und fand heraus, dass dieser als Wehrmachtssoldat an Massakern beteiligt war.

Wie geht man damit um, wenn man detailliert von Gräueltaten des eigenen Vaters erfährt? Desselben Mannes, den man als liebenden Vater auf Familienfotos gesehen hat? Am Ende der Sendung wollen wir dazu auch von Ihren Erfahrungen hören: Was wissen Sie über die Handlungen Ihrer Väter, Großväter oder Urgroßväter im Zweiten Weltkrieg? Was wurde in der Familie darüber erzählt? Und was wurde verschwiegen?

Eine Stunde lang haben Sie Zeit, darüber mit dem Gestalter der Sendung zu sprechen. Unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 erreichen Sie uns im Studio. Sie können aber auch gerne ein E-Mail schreiben an: moment@orf.at Einen Ausschnitt Ihrer Reaktionen hören Sie am Mittwoch in "Moment-Echo".

Service

Bundeskanzleramt
Firma Archnet
Museum Stillfried an der March

Sendereihe

Übersicht