Esel zieht eine Familie in Ostturkestan

AFP/FREDERIC J. BROWN

Xinjiang oder Ostturkestan?

Chinesische Repressionspolitik in einem uralten Kulturraum
Von Brigitte Voykowitsch

Turpan und Kashgar: Das sind nur zwei Orte an der historischen Seidenstraße, die aufgrund ihrer Bedeutung für Kultur und Handel in die Geschichte eingingen. Heute liegen sie in der westchinesischen Region Xinjiang, mehrere tausend Kilometer von Peking entfernt. Offiziell wird
Xinjiang als "Uigurisches Autonomes Gebiet" bezeichnet. Tatsächlich sind die Uiguren ebenso wie andere zentralasiatische Volksgruppen seit Jahrzehnten einer massiven Sinisierung ausgesetzt.

In jüngster Zeit hat Peking seine Repressionspolitik massiv verschärft. Denn für die Volksrepublik ist das an Rohstoffen reiche Xinjiang ein strategisch wichtiges Gebiet. Für die Uiguren und andere Zentralasiaten ist es ihr uralter Siedlungsraum, dessen Kulturen, Sprachen und Traditionen sich markant von denen der Han-Chinesen unterscheiden. Ostturkestan ist der Name, den viele von ihnen benutzen - schon darin klingt eine andere Welt an.

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