Amartya Sen

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Vom guten Leben

Die Wohlfahrtsökonomie des Amartya Sen
Von Margarethe Engelhardt-Krajanek

Seit Jahrzehnten hat sich der indische Wirtschaftswissenschafter und Philosoph Amartya der "Wohlfahrtsökonomie" verschrieben, 1998 prämiert mit dem Wirtschaftsnobelpreis. Nach Sen bestimmen die Schwächsten in einer Gesellschaft die Qualität des Zusammenlebens - und nicht die Stärksten. Um diese Lebensqualität aus ökonomischer Perspektive zu bewerten, verwendet er den Capability Approach, eine Kategorie, die Entwicklungsmöglichkeiten des Individuums in einer Gesellschaft definiert.

Ein öffentliches Gesundheitswesen und ein allgemeiner Zugang zu Bildung sind wesentliche Faktoren für eine gerechtere Gesellschaft. Sie ermöglichen, dass Menschen selbstwirksam werden und ihr Leben selbst gestalten können. Die Demokratie bildet für Amartya Sen den politischen Rahmen dafür. Am 18. Oktober erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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