Regenwald Ecuador

ORF/EDGAR SCHÜTZ

Guayaquil/ Baños de Agua Santa/ Cayambe

Ambiente Spezial
Von Guayaquil nach Cayambe - eine Reise durch Ecuador.

Zu Beginn der Covid-19-Pandemie waren Ecuador und vor allem die Hafenstadt Guayaquil stark betroffen. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Es landen bereits wieder internationale Flüge, doch muss nach der Einreise eine 14 Tage lange Quarantäne absolviert werden. Es wird hoffentlich nicht ewig dauern, bis Rundreisen durch das vielfältige lateinamerikanische Land wieder in vollem Umfang möglich sein werden. Eine reizvolle Route führte Ambiente in Prä-Corona-Zeiten von der Pazifikküste über die Ausläufer der Anden bis in den Regenwald ...

Guayaquil - Ein Friedhof als Geschichtsführer und die Kakao-Renaissance
Mit drei Millionen Einwohner/innen ist Guayaquil nach der Hauptstadt Quito die zweitgrößte Metropole Ecuadors. Ihr "Allgemeiner Friedhof" ist wie ein Geschichtsführer. Im jüdischen Teil haben beispielsweise Exilant/innen, die im Zweiten Weltkrieg aus Nazi-Deutschland (etwa aus Wien) geflohen waren, ihre letzte Ruhestätte gefunden. Zudem zeugen prachtvolle, von italienischen Bildhauern aus Marmor geschlagene Mausoleen am Cementerio General vom Reichtum der Kakaobarone, die mit der Bohne ab 1870 bis in das beginnende 20. Jahrhundert gute Geschäfte machten. Der Erste Weltkrieg und Pflanzenkrankheiten bereiteten der schokoladigen Hausse ein Ende. Doch haben sich zuletzt kleine Kakaobauern etabliert, die mit Fair Trade und Qualität das Geschäft mit dem Kakao und der Schokolade wieder forcieren wollen ...

Marienkult in Baños de Agua Santa, Wasserfälle am Río Pastaza und Schamanismus im Amazonas-Regenwald
Der Kurort Baños de Agua Santa (Bäder des heiligen Wassers) erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Einerseits wegen Ecuadors bedeutendster Wallfahrtskirche, aber auch wegen der hier sprudelnden Thermalquellen. In der Nähe erstreckt sich im Tal des Río Pastaza die Straße der Wasserfälle, die nicht nur Extremkletterer und Liebhaber des Canyoning anzieht. Der Pailón del Diablo (Teufelsstrudel) macht seinem Namen dabei alle Ehre. Wer dann ein bisschen weiter in Richtung Regenwald vordringt, der bis zum Amazonas reicht, findet recht urtümliche Indigenen-Gemeinden vor, in denen oft noch der Schamane das letzte Wort hat. Er ersetzt auch manchem Liebhaber naturmedizinischer Praktiken den Arzt.

Indigene als Sklaven und der Saft der Agave
Die Hacienda Guachalá nahe der Stadt Cayambe wurde 1535 gegründet und gilt als älteste Finca Ecuadors. Ihre Geschichte hat aber auch ihre Schattenseiten. Das gibt ihr heutiger Besitzer Diego Bonifaz offen zu. Der ehemalige Bürgermeister von Cayambe weiß, dass hier zu Kolonialzeiten Indigene lange Zeit wie Sklaven gehalten und ausgebeutet wurden. Heute ist die Hacienda Guachalá ein Hostal, das sich seinen urtümlichen Charme bewahrt hat. Auf Althergebrachtes setzt auch Diegos Schwiegertochter. Sie stellt aus dem Saft von Agaven Sirup und Marmeladen her und belebt damit eine althergebrachte Tradition der Indigenen ...

Gestaltung: Edgar Schütz

Service

Informationen bietet Erich Preiss, ein in Ecuador lebender Steirer
Die E-Mailadresse lautet: erich@horizontesandinos.com oder tourguide@erichpreiss.reisen
Tel oder whatsApp: +593 999 165 111
https://erichpreiss.reisen/

Zur Einreise nach Ecuador ist derzeit keine Quarantäne notwendig und nur ein negativer COVID-Test erforderlich (Stand 19.10.2020).

Buchtipps:

Wolfgang Falkenberg: "Ecuador" Reise Know How Verlag
Julia Paffenholz und Raúl Jarrin: "Kul-turSchock Ecuador" Reise Know How Verlag.
Volker Feser: Ecuador. Michael-Müller-Verlag.

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