Mittagsjournal

Ö1 Mittagsjournal

Der Wiener Bürgermeister und SPÖ-Landesparteivorsitzende Michael Ludwig ist bei Julia Schmuck "Im Journal zu Gast".

Beiträge

  • Kritik an Preis für Massentests

    Vor zwei Wochen hat sie Bundeskanzler Sebastian Kurz überraschend angekündigt: die Corona-Massentests, und in wenigen Tagen geht es auch wirklich los: den Anfang macht am Mittwoch Wien, am Wochenende darauf folgen Vorarlberg und Tirol, danach die anderen Bundesländer.

    Die Kosten für die Test-Kits, die dafür nötig sind, übernimmt der Bund. Und das Bundesheer - das alles abwickelt - hat zehn Millionen Stück gekauft. Eine begehrte Ware, die knapp ist. Doch die Republik hätte die Tests günstiger haben können.

  • "Im Journal zu Gast": Michael Ludwig

    Im Wiener Rathaus ist am Dienstag dieser Woche die neue Legislaturperiode in die Wege geleitet worden. Der Wiener Gemeinderat hat sich konstituiert. Erstmals wird die Bundeshauptstadt jetzt von einer Koalition aus SPÖ und NEOS regiert – nach 10 Jahren Rot-Grün.

    Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nimmt in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ ausführlich zur beherrschenden Corona-Krise Stellung. Wie soll es nach dem geplanten Ende des Lockdowns weitergehen - die Regierung will ja nächste Woche darüber entscheiden, wie das Hochfahren aussehen kann. Klar ist, dass mit den Schulen und dem Handel begonnen werden soll.

    Ludwig nimmt aber auch zu den Massentests Stellung, die ja zuletzt für Verstimmungen zwischen Bund und Ländern gesorgt haben. Als der Bundeskanzler vor knapp zwei Wochen in der ORF-Pressestunde Corona-Massentests nach slowakischem Vorbild angekündigt hat, war die Skepsis groß, doch zuletzt sind einige Bundesländer mit ihren Terminen sogar vorgeprescht. Überraschend kommt das vor allem im roten Wien, wo bis vor kurzem noch beträchtliche Zweifel an der Umsetzbarkeit dieses Vorhabens bestanden haben. Jetzt kann es aber plötzlich gar nicht schnell genug gehen. Schon nächsten Mittwoch soll in Wien als erstes Bundesland mit Hilfe des Bundesheeres mit dem Testen begonnen werden. Bürgermeister Ludwig begründet das mit dem herannahenden Weihnachtsfest, das auch für andere Bundesländer ein Argument war.

    Was die Massentests und das Onlineanmeldesystem betrifft gibt es auch eine neue Wendung. Nach der Aufzeichnung des Interviews hat das Gesundheitsministerium am Abend bekannt gegeben, dass auf Hochtouren am Online-Anmeldesystem gearbeitet wird und es am Montag den Ländern zur Verfügung gestellt werden soll.

  • Kalabrien sucht Gesundheitsbeauftragten

    Kalabrien - das ist die ärmste Region Italiens und eine der ärmsten in der EU. Mitten in der Corona-Krise eskaliert die dort herrschende Gesundheitskrise. Weil das Gesundheitssystem mafiös durchsetzt ist, wird es seit etwa einem Jahrzehnt kommissarisch von Rom kontrolliert. Oder auch nicht, wie sich in den letzten Wochen gezeigt hat.

    Anfang November stolperte der Gesundheitsbeauftragte über ein Fernsehinterview. Seit damals wird nach einem Nachfolger gesucht. Gestern Abend verkündete der Premierminister in Rom, nun endlich einen Neuen gefunden zu haben. Das hört man allerdings nicht zum ersten Mal. Cornelia Vospernik berichtet aus Rom über eine Geschichte, die mit einem fatalen Fernsehauftritt begonnen hat:

  • Medizinprodukte: Neue Strategie der EU

    Die EU-Kommission hat ein Konzept vorgelegt, mit dem die EU in Zukunft besser für die Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten in Krisenzeiten vorbereitet werden soll. Medikamente und Schutzausrüstung waren vor allem am Beginn der Corona-Krise EU-weit knapp geworden, einzelne Staaten erließen damals Exportverbote. Jetzt wird versucht, aus der damaligen Situation Lehren für kommende Krisen zu ziehen.

  • Spannungen nach Mord an iranischem Atomphysiker

    Im Iran ist wie berichtet einer der bekanntesten Atomphysiker mitten in der Hauptstadt Teheran ermordet worden. Wer dahinter steckt, ist unklar. Das iranische Regime hat aber sehr schnell die Schuldigen benannt: nämlich die USA und Israel. ORF-Korrespondent Jörg Winter spricht von einer gezielten Kommandoaktion. Der Mann habe schon lange auf der Liste des israelischen Geheimdienstes gestanden. Eindeutige Beweise aber würden noch nicht vorliegen.

  • USA-EU: Gedämpfte Hoffnung auf Kurswechsel

    Nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich sind die Beziehungen zwischen der EU und den USA unter Präsident Donald Trump deutlich abgekühlt. Trump beklagte den europäischen Handelsbilanz-Überschuss, warf der EU vor, die USA schlecht zu behandeln, und, wie er es ausdrückte, "schlimmer als China" zu sein, und verhängte Zölle unter anderem auf europäischen Stahl und europäisches Aluminium. Bringt der Wechsel im Weißen Haus zu Joe Biden nun eine Kehrtwende in der US-Handelspolitik?

    Darüber hat auf Einladung des Münchener Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung eine europäisch-amerikanische Experten-Runde diskutiert - und, wie Christian Lininger berichtet, gewarnt, sich von Biden zu viel zu erwarten.

  • Serbien: Rätseln über Riesen-Budgetdefizit

    Auf den ersten Blick hat Serbien die Corona-Krise wirtschaftlich bisher so gut überstanden, dass man neidisch werden könnte - nämlich mit einem geschätzten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von nur 1,5 Prozent. Doch die Prognose hat es in sich: Denn da wird von einem Budgetdefizit von fast neun Prozent ausgegangen. Wie ist das möglich? Das hat ORF-Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz den Vorsitzenden des serbischen Staatsschuldenausschusses gefragt:

  • Verbindung Offshorenetzwerker zu saudischer Milliardärsfamilie

    Seit über einem Jahr laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz in Sachen Muslimbrüder. Bei der Großrazzia Anfang des Monats wurden 60 Hausdurchsuchen durchgeführt. 70 Beschuldigte stehen im Visier der Ermittler wegen des Verdachts auf Bildung oder
    Unterstützung von Terrororganisationen und Terrorfinanzierung.

    Ein 37jähriger Wiener mit irakischen Wurzeln, der zu den Verdächtigen zählt, spielt im 185 seitigen Hausdurchsuchungsbefehl eigentlich nur eine Nebenrolle. Was in der Durchsuchungsanordnung nicht erwähnt ist: Der Mann zieht die Fäden in einem Briefkastenfirmen-Geflecht, das sich in den Paradise Papers des internationalen investigativen Journalistennetzwerks ICIJ findet. Ö1 und Profil sind der Spur gefolgt.

  • Wirtschaftskammerwahl: Manipulationsvorwurf

    Die Vorwürfe einer Wahlmanipulation bei der Wirtschaftskammerwahl heuer im März weiten sich aus. Konkret geht es um den Bereich der Personenbetreuung, das ist speziell die 24-Stunden-Pflege durch selbständige Pflegerinnen aus dem Ausland. Profil berichtet heute, in zumindest vier Bundesländern seien Pflegerinnen zu Unterschriften auf Wahlkarten oder Wahlkartenanträgen gedrängt worden, es sollen aber auch Unterschriften von Pflegerinnen auf Wahlkarten gefälscht worden sein.

  • OÖ: Bonuszahlung für Spitalsmitarbeiter

    Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat in den Spitälern wieder stark belegte Intensiv-Stationen gebracht, die Belastung für die SpitalsmitarbeiterInnen ist hoch, schon allein durch die Schutzkleidung, die auf den COVID-Stationen getragen werden muss.

    In Oberösterreich soll es jetzt für besonders belastete Beschäftigte im Gesundheitsbereich eine monatliche Bonuszahlung geben.

  • Kirche bietet Hilfe in Corona-Zeit

    Die 146 kirchlichen Ehe-, Familien und Lebensberatungsstellen in ganz Österreich verzeichnen in der Corona-Krise eine verstärkte Nachfrage. In der Erzdiözese Wien ist diese seit dem ersten Lockdown im Frühjahr sogar um 20 Prozent gestiegen. Ängste und Depressionen nehmen laut den Beratungsstellen zu.

  • Maler Gottfried Kumpf zum 90. Geburtstag

    Der Maler und Bildhauer Gottfried Kumpf feiert morgen, am 29.11., seinen 90. Geburtstag. In seinen naiven Bilderwelten widmet er sich immer wieder der pannonischen Landschaft und der Weite des Neusiedler Sees. Unverwechselbar sind auch die Figuren, Katzen, Hunde, Nilpferde und das kleine, runde Männchen, der Asoziale, die sich in seinen Bildern tummeln. Vier Jahrzehnte hat der Maler in Breitenbrunn im Burgenland gelebt und gearbeitet. Mittlerweile wohnt er in Wien, weil ihm zwei Wohnsitze zu viel sind.

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