Radiogeschichten

Vom Alter und anderen Überraschungen

"Alt sind nur die anderen" und andere Geschichten von Lily Brett. Aus dem amerikanischen Englisch von Melanie Walz. Es liest Mercedes Echerer.

Lily Bretts Kolumnen erscheinen regelmäßig auch in Buchform. Diesmal erkundet sie das Älterwerden und schildert in der gewohnt heiteren und selbstironischen Weise, dass es gar nicht so einfach ist, sich in New York alt zu fühlen. Wir erleben den Alltag der 73-jährigen amerikanisch-jüdischen Autorin, traurige und komische Momente. Der lakonische Stil dieser Alltagsvignetten ist dabei immer auch mit einer Brise schwarzen Humors gewürzt.

Lily Brett wurde 1946 in einem bayerischen Lager für Displaced Persons geboren. Ihre Eltern hatten im Ghetto von Lodz geheiratet und, getrennt voneinander, das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. 1948 wanderte die Familie nach Australien aus. Mit 19 Jahren begann Lily Brett für ein australisches Rockmusikmagazin zu schreiben. 1989 zog sie mit ihrem Ehemann, dem Maler David Rankin, nach New York City, wo sie seither lebt.

Bekannt wurde Lily Brett durch den Roman "Einfach so", seither hat sie zahlreiche weitere Romane - u. a. "Chuzpe", "Lola Bensky" -, Gedichtbände und einige Bände mit Essays und Kolumnen veröffentlicht. Eine Auswahl aus ihrem gesamten lyrischen Werk ist unter dem Titel "Wenn wir bleiben könnten" 2014 in deutscher Übertragung erschienen.

Gestaltung: Stefanie Zussner

Service

"Alt sind nur die anderen" und andere Geschichten von Lily Brett - aus Lily Brett, "Alt sind nur die anderen", aus dem amerikanischen Englisch von Melanie Walz, Suhrkamp Verlag 2020

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