Orgelpfeifen

APA/dpa/Swen Pförtner

Zeit-Ton

Orgel Modern: Neues vom alten Instrument

Wien Modern 2020. Uraufführungen für Orgel aus drei Wiener Kirchen

Sie wird gern als "Königin der Instrumente" bezeichnet - aber das muss bei aller Exklusivität nicht heißen, dass die Orgel auch streng herkömmlich gesinnt und für das Neue schwer zu haben wäre. Wie Komponistinnen und Komponisten heute mit ihr umgehen und wie sie die spezifischen Möglichkeiten der Orgel nützen, das wollte Wien Modern 2020 mit einem Call for Scores herausfinden. Eine sechsköpfige Fachjury hat aus über 40 internationalen, anonymisierten Einreichungen für das Festival ein Dutzend sehr unterschiedliche Werke ausgewählt. Sie stammen, wie sich herausstellen sollte, teils von Newcomern, teils von schon bekannten Köpfen aus Wien, Klosterneuburg, Graz, Linz, Berlin, Madrid, Amsterdam und Novara: Peter Ablinger, Alyssa Aska, Michele Del Prete, Karlheinz Essl, Nava Hemyari, Gerald Resch, Martin Ritter, Gijsbrecht Roijé, Alireza Shahabolmolkfard, Ana Szilagyi und Jorge Villoslada Durán.

Studierende der der mdw, der Universität Mozarteum Salzburg und der Kunstuniversität Graz haben die Stücke einstudiert und am 7. November 2020 an den Orgeln von drei Wiener Kirchen uraufgeführt, der Michaelerkirche, der Franziskanerkirche und St. Ursula - pandemiebedingt zwar ohne Publikum, aber vor Kameras und Mikrofonen. Ein "Zeit-Ton"-Querschnitt durch diesen besonderen Abend.

Gestaltung: Walter Weidringer

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