Ein Berufsleben für die Musik- und Genderforschung

Live aus dem RadioCafe in Wien. Gast: Melanie Unseld. Präsentation: Helmut Jasbar

Seit 2016 ist die in Karlsruhe geborene Musikwissenschafterin Melanie Unseld Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und heute zu Gast im "Ö1 Klassik-Treffpunkt" bei Helmut Jasbar.

Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft, das waren die Studienrichtungen in Karlsruhe und Hamburg, die Melanie Unseld mit einer Magisterarbeit über das Streichquartettschaffen Alexander Borodins abschloss. Die Doktorarbeit hatte dann Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende zum Thema und wurde 2001 publiziert. Es folgten zwei Jahre als Stipendiatin des Lise-Meitner Hochschulsonderprogramms und von 2005-08 die wissenschaftliche Mitarbeit an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, seit 2006 forschte die Wissenschafterin im Bereich Musik und Gender.

Eine Professur für Kulturgeschichte der Musik führte Melanie Unseld an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo sie von 2009-15 auch Direktorin des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung war. In den Jahren 2015/16 leitete sie die Fakultät als Dekanin.

Als Hochschulprofessorin in Wien wurde sie 2019 auch zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Von den zahlreichen Veröffentlichungen Melanie Unselds sei hier noch eine hochinteressante - in Zusammenarbeit mit Julia Ackermann verfasste - Arbeit zum Beethovenjahr 2020 erwähnt: BEETHOVEN.AN.DENKEN. Das Theater an der Wien als Erinnerungsort.

Musikgeschichte und Genderforschung sind also die großen Themen von Melanie Unseld im wissenschaftlichen Bereich. Ihre persönlichen Musik-Vorlieben werden natürlich auch zur Sprache kommen, im Live-Gespräch mit Helmut Jasbar an Ihrem Ö1-Kulturvormittag!

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