Person wird geimpft

APA/BARBARA GINDL

Journal-Panorama

Das lange Warten auf die Impfung

Knapp 6% haben eine, aber an die 60% wollen eine: Die Rede ist von der Covid-Impfung. Das österreichische Impfprogramm läuft einigermaßen schleppend: Wie die anderen EU-Länder auch, haben wir deutlich weniger Impfstoff erhalten als angekündigt; viele betagte Personen können noch nicht geimpft werden, weil das AstraZeneca-Vakzin derzeit nur für unter 65jährige zugelassen ist; durch ein komplexes föderales Bestellsystem sind über 160.000 Impfdosen derzeit auf Lager; und jedes Bundesland hat schließlich andere Impfpläne, was zu Unmut und ständigen Unkenrufen führt.

Auch dem Bundeskanzler geht es offenbar zu langsam. Sebastian Kurz (ÖVP) hat im Vorfeld seines Israel-Besuchs angekündigt, dass Österreich bei der Beschaffung, aber auch der Produktion von Impfstoffen künftig mit Ländern wie Israel oder Dänemark zusammenarbeiten will.

Wie kann die Impfaktion beschleunigt werden? Droht der AstraZeneca-Impfstoff aufgrund von Imageproblemen zum Ladenhüter zu werden? Und braucht Österreich einen zentralen Impf-Koordinator?

Darüber diskutieren:

Martin Bartenstein, Pharmaunternehmer, ehemaliger Wirtschaftsminister (ÖVP)
Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium
Rudolf Schmitzberger, Mediziner, Impfreferent der Ärztekammer

Diskussionsleitung: Elisa Vass


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