Essensausgabe

APA/HANS PUNZ

Journal-Panorama

Armutsfalle Pandemie?

Corona hat die soziale Ungleichheit erhöht. Wie kann eine Epidemie der Armut verhindert werden? Gestaltung: Veronika Weidinger

17% der Bevölkerung in Österreich galten vor der Coronavirus-Pandemie als armutsgefährdet, darunter 303.000 Kinder, und es gibt Hinweise, dass sich die Situation verschärft hat. Anlaufstellen wie Sozialmärkte oder Wohnungslosenhilfen berichten von steigender Nachfrage, auch bei Beratungseinrichtungen gibt es mehr Bedarf. Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit belasten das Budget von Privathaushalten, dazu kommen steigende Lebensmittelpreise und Ausgaben für digitale Geräte - Stichwort Homeschooling; zudem laufen Kredit- und Miet-Stundungen aus.
In einer finanziell prekären Situation leben zurzeit viele Menschen, die nie damit gerechnet haben. Manche können auf Ersparnisse zurückgreifen oder werden durch die Familie unterstützt. Besonders schwierig ist die Lage für jene, denen dieses Netz fehlt oder die schon vor der Krise an oder unter der Armutsgrenze gelebt haben.
Mit Kurzarbeit, Einmalzahlungen und der Aufstockung der Notstandshilfe setzt die Politik Maßnahmen, um gegenzusteuern - dennoch gibt es Lücken und Armutsforscher/innen warnen vor der wachsenden Ungleichheit.

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