Schulkind geht in eine Schule

APA/HELMUT FOHRINGER

Radiokolleg - Gedankengebäude

Wie Architektur das Lernen beeinflusst (1). Gestaltung: Andreas Wolf

Mit dem Wandel der Schule zum Lern- und Lebensort erweitert sich das Spektrum der schulischen Aktivitäten. Schule bedeutet heute auch Bewegung, Spielen, Ausruhen, Essen, und vertiefte Sozialkontakte. Durch die neuen Anforderungen ändert sich auch die Tätigkeit und Zusammensetzung der betreuenden Personen. Neben dem Lehrpersonal arbeiten heute multiprofessionelle Teams in Schulen zusammen. Diese reichen von der Nachmittagsaufsicht über das Essenservice bis hin zur Psychologischen-, und Sonderpädagogischen Betreuung.

Auswirkungen auf den Schulbau hat auch die immer heterogener werdende Schülerschaft. Neben dem "Regelunterricht" gibt es mittlerweile auch Sprachförderunterricht, Therapien, Beratung, sowie Elternkurse. Eine weitere Veränderung des Schulalltages bringen unterschiedliche Lehrmethoden, die handlungsorientiertes und problemlösendes Lernen fördern.
Die Grundlage dafür bilden unterschiedliche Gruppengrößen.
Die Anforderungen des modernen Schulbetriebs haben auch Auswirkungen auf die Architektur. An statt der "Gangschulen" vergangener Zeiten gibt es heute große offene Bereiche die so genannten "Marktplätze".

Klassenräume, mit leicht verschiebbaren Tischen und Sesseln, sowie gemütlichen Rückzugsräumen, können modular geteilt werden. Moderne "Clusterschulen" bieten vom Kindergarten, über die Volks- bis zur Mittelschule, sämtliche Schulstufen in einem einzigen Gebäude an. Immer wichtiger wird auch die Nutzung des die Schule umgebenden Grünraumes, denn der Unterreicht findet nicht nur in Coronazeiten immer häufiger unter freiem Himmel stattfindet.

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