Christina Ruf

ARNOLD HABERL

Zeit-Ton

Das Cello neu denken mit Christina Ruf

2021 revisited. Eisbrechende Sounds von der Cellistin Christina Ruf

Die 1991 in Linz geborene zwischen Dänemark und Wien pendelnde (E-) Cellistin und Komponistin Christina Ruf arbeitet in vielen musikalischen Bereichen; sie will sich keine musikalischen Grenzen setzen und so geht es ihr darum "nicht einfach Cello zu spielen, sondern Musik zu machen". Dafür lässt Ruf sich von den unterschiedlichsten Klängen und der Ästhetik von Wörtern inspirieren, integriert das Cello in diesen Kosmos. Mit dem E-Cello arbeitet Ruf an einer Neuinterpretation ihres Instruments und möchte dessen Möglichkeiten in der elektro-akustischen Musik in Verbindung mit anderen Kunstsparten ausschöpfen. Zudem hat sie ihr drittes Solo-Album "TØ" veröffentlicht. "TØ" ist das dänische Wort für Auftauen, - es geht um tiefe Klänge, kristallartige, eisbrechende Sounds aufgenommen mit u.a. Cello, E-Cello, E-Mandoline und Effektgeräten. Ruf hat das Album innerhalb von zwei Monaten eingespielt, Ende März 2020 zu Beginn der Covid-19 bedingten veränderten Lebensumstände.

Wir tauchen noch tiefer in Christina Rufs musikalische Ideen ein: Seit 2020 beschäftigt sie sich mit dem Bau eines akustisch-elektronischen "Hybrid-Cellos" namens "MelloDome". Ruf definiert "MelloDome" folgendermaßen: "Das Instrument als Klangquelle, Lautsprecher, Spielfläche und Präparat. und Resonanzkörper. Beeinflusst durch Abstände, Rückkopplungen und Sensoren. Klänge werden verzögert, vervielfältigt und manipuliert." "MelloDome" hat Christina Ruf erstmals im Kulturverein Vronihof in Wien am 24. Juli 2021 präsentiert, wir hören einen Auszug der Live-Aufnahme in diesem Zeit-Ton Portrait, das erstmals im Jänner 2020 ausgestrahlt wurde.

Gestaltung: Marlene Schnedl

Service

Christina Ruf
Christina Ruf/Music

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