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Radiokolleg - Wort.Schätze - die Ö1 Sprachviertelstunde

Deutsche Sprachinseln in Osteuropa (4). Gestaltung: Ute Maurnböck

Deutschsprachige haben sich im Lauf der Jahrhunderte in vielen Teilen der Welt angesiedelt, gerade innerhalb Europas gibt es viele Sprachinseln, wo Menschen bis heute die Sprache ihrer VorfahrInnen sprechen. Von Sibirien im äußersten Osten Europas bis nach Italien gab oder gibt es solche Sprachinseln, gegründet von Menschen, die entweder freiwillig oder durch Zwangsmaßnahmen ins östliche Europa kamen.
Ute Maurnböck hört sich diese Woche in vier Ländern (Nord)Osteuropas um, wo Deutsch in unterschiedlichen Varietäten weiterlebt: als Muttersprache, Zweitsprache oder Fremdsprache. Heute scheint - zumindest meist - überwunden, dass es einst auch Sprache der Unterdrückung war.

Deutsch in der Ukraine - Daidsch Mogra und Barthaus
Die Ukraine war und ist durch ihre geostrategische Lage Spielball von Großmächten. Das, was die derzeitige Ukraine ausmacht, war einst Heimat für rund 880.000 ethnische Deutsche. Vor allem im Westen, in Bessarabien und dem Schwarzmeergebiet siedelten sie - je nach Gebiet - ab dem 18. Jahrhundert. Ihre Geschichte war während des 2. Weltkrieges und darüber hinaus von Zwangsumsiedlung und Deportation geprägt. Heute leben nur noch rund 33.000 Angehörige der deutschen Minderheit in der Ukraine. Bis vor kurzem lebendig geblieben ist gesprochenes Deutsch in der heute ukrainischen Oblast Transkarpatien, wo Nachkommen von fränkischen, österreichischen oder böhmerwalddeutschen Einwanderern leben. Deutsch Mokra und Barbovo/Barthaus sind zwei Ortschaften, in denen - noch - Deutsch gesprochen wird.
Auch ins Ukrainische sind deutsche Wörter gewandert: der "Kram" oder der "Meister" gehören heute zum ukrainischen Vokabular.

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