Radiokolleg

Radiokolleg - Der "Whodentity" auf der Spur

Gender- und Identitätsfragen in der Neuen Musik (1)
Gestaltung: Marie-Theres Himmler

"Die Neue Musik-Szene wird von weißen Männern dominiert.", schreiben Vera Grund und Nina Noeske im Vorwort ihres 2021 erschienenen Sammelbandes "Gender und Neue Musik. Von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart". Mit diesem Buch schärfen sie den Blick auf die sexistischen Praktiken und die Diskriminierung innerhalb der Szene und fragen nach Vorurteilen in Bezug auf die Geschlechter, die fest in der Tradition verankert sind und teilweise bis heute den Blick auf ästhetische, institutionelle und soziale Voraussetzungen Neuer Musik wirksam sind.

Die heurige Ausgabe des "ORF musikprotokoll, Festivalplattform für zeitgenössische und experimentelle Musik", reflektiert die konservativen, patriarchalen Strukturen und reißt das Ruder gänzlich herum: bei den Konzerten mit dem Ensemble Modern, dem Vokalensemble Cantando Admont und dem RSO Wien wird ausschließlich Musik von Komponistinnen ur- und erstaufgeführt. Aber auch jenseits der Binärität von weiblich/männlich geht die Festivalplattform aktuell drängenden Fragen nach Identität und der Zuschreibung davon nach. Unter dem Motto "Whodentity" stehen auch Zugehörigkeitsmarker von "human beings" als solche und "künstliche Intelligenz" zur Disposition.
Im Vorfeld zum musikprotokoll 2022 wirft Marie-Theres Himmler Schlaglichter auf das komplexe Geflecht aus Gender- und Identitätsfragen innerhalb der Neue Musik-Szene.

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