Zwillinge in einem Kinderwagen, einer davon starrt auf ein Handy

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Summer of Scam

In-App-Käufe von Minderjährigen: Wie man sein Geld wieder zurückbekommt +++ Zu süß, zu fett: Mehr Kinderschutz in der Werbung ++ Summer of Scam: Internetbetrug hat Hochsaison +++

Summer of Scam: Internetbetrug hat Hochsaison

Die angezeigten Cybercrime-Delikte steigen jedes Jahr um mehr als 30 Prozent, etwa ein Drittel davon entfällt auf Internetbetrug. In den Sommermonaten haben hier vor allem sogenannte Lovescams Hochsaison - und die Betrüger lernen dazu: Anstatt wie bisher und beim klassischen Heiratsschwindel ihre Opfer einzeln auszunehmen, wird jetzt Vertrauen aufgebaut und die Opfer auf Investmentseiten umgeleitet, wo Anlagebetrüger übernehmen. Die KI-Revolution macht sich auch hier bemerkbar. Texte werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz besser geschrieben und nicht nur das: Der Enkeltrick erreicht mit geklonten Stimmen die nächste Eskalationsstufe. Erste Fälle aus dem deutschsprachigen Raum wurden bekannt, in denen sogar Eltern auf die gefakten Stimmen ihrer Kinder hereingefallen sind.

In-App-Käufe von Minderjährigen: Wie man sein Geld wieder zurückbekommt

Über ein Familienkonto ließ eine Oststeirerin ihren 11-jährigen Sohn ein kostenloses Handyspiel spielen. An einem Freitagmittag im Mai wurde sie per SMS darüber informiert, dass innerhalb von sechs Minuten mehr als 300 Euro für In-App-Käufe in diesem Spiel abgebucht wurden; und das, obwohl ihr Sohn zu dieser Zeit in der Schule war und sein Handy zuhause lag. Die Konsumentin ließ ihre Kreditkarte sperren und versuchte über Google, ihr Geld wieder zurückzubekommen. Nachdem sich Google aber weigerte, wandte sie sich an die Arbeiterkammer. Aus Sicht der AK-Juristen handelt es sich bei In-App-Käufen dieser Größenordnung um kein "alterstypisches Geschäft", weshalb der Kaufvertrag gesetzlich rückgängig gemacht werden müsse. Im Juli erhielt die Konsumentin ihr Geld schließlich wieder zurück. Allerdings nur "aus Kulanz", wie Google schrieb.

Zu süß, zu fett: Mehr Kinderschutz in der Werbung

In Deutschland wird derzeit über ein Werbeverbot für ungesunde Nahrungsmittel diskutiert. Es geht um Werbung, die sich gezielt an Kinder richtet und Produkte wie süße Limonaden und Schokoriegel als gesund vermarktet. Auch österreichische Verbraucherschützer und Kinderärztinnen fordern vergleichbare Maßnahmen für Österreich, dazu zählt auch eine bessere Kennzeichnung ungesunder, verarbeiteter Lebensmittel und Snacks. Denn auch in Österreich konsumieren Kinder und Jugendliche wesentlich mehr Zucker, als von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen.

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  • Matthias Däuble