Hyäne

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Radiogeschichten

Der Ö1 Essay von Stephan Wunsch

Der Ö1 Essay: "Verrufene Tiere. Ein Bestiarium menschlicher Ängste" von Stephan Wunsch. Es liest Roman Blumenschein

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist seit jeher problematisch, weil uns das Tier immer als etwas Fremdes, Anderes entgegenblickt, als etwas, in das wir uns nicht hineindenken können, selbst wenn es sich um ein Haustier wie eine Katze oder ein Hund handelt. Dazu kommt, dass Tier nicht gleich Tier ist. Zu einer Gattung bauen wir eine Beziehung auf, die andere benutzen wir als Nahrungsgrundlage und wieder eine andere macht uns Angst oder ruft Ekel hervor.

Erstaunlicherweise ist das menschliche Verhältnis zu vielen Tieren von tiefer Ablehnung geprägt, meint Stephan Wunsch in seinem Buch "Verrufene Tiere. Ein Bestiarium menschlicher Ängste". Er porträtiert darin zehn dieser schlecht beleumundeten, verrufenen Tiere. Seine Streifzüge führen ihn in die Abgründe der menschlichen Psyche. Denn ein Bestiarium der verrufenen Tiere ist ein Katalog unserer Ängste, ein Spiegel unserer Unzulänglichkeiten, eine Vermessung offener Wunden - kurzum: eine hintergründige und lustvolle Menschenkunde von aasigem Geier bis falscher Schlange, von hinterlistiger Hyäne bis vampirischer Fledermaus. Und natürlich darf die Spinne nicht fehlen.

Service

Stephan Wunsch: "Verrufene Tiere. Ein Bestiarium menschlicher Ängste", Matthes & Seitz Verlag

Sendereihe

Gestaltung

  • Peter Zimmermann

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