Kulturjournal

Mariupol ++ "Mit Liebe und Chansons" ++ "15 Liebesbeweise"

Theater in Mariupol wieder eröffnet
Neu im Kino: "Mit Liebe und Chansons"
Filmstart für "15 Liebesbeweise"

Beiträge

  • Theater in Mariupol: Wiederaufbau als Propagandabühne

    Mariupol mit früher über 400.000 Einwohnern ist die mit Abstand größte ukrainische Stadt, die Russland seit der Invasion 2022 eingenommen hat. Es führte diese Schlacht mit extremer Brutalität. Bei den Luftangriffen kamen viele Tausende Zivilisten ums Leben. Symbol für die Zerstörung der Stadt, die zum Donezbecken gehört: der Angriff auf das örtliche Theater am 16. März 2022. Russland warf zwei Fliegerbomben auf das Gebäude ab, als dort einige hunderte Menschen Zuflucht suchten. Jetzt hat die russische Besatzungsmacht das Theater kurz vor Silvester mit großem Pomp wieder eingeweiht - und daraus eine Propaganda-Show gemacht. Schwer zu ertragen für den Theaterdirektor, der mit einem Teil des Ensembles in die westliche Ukraine geflohen ist.

  • Film "Mit Liebe und Chansons"

    "Ma mère, Dieu et Sylvie Vartan" unter diesem Titel hat der französische Anwalt und Medienexperte für Recht und Gesetz Roland Perez 2021 seine Autobiografie veröffentlicht. Darin thematisiert der heute 62jährige Pariser seine schwierige Kindheit, nachdem er mit einer schweren Gehbehinderung geboren wurde. Wie aber seine Mutter durch ihren unerschütterlichen Glauben quasi ein "Wunder" vollbrachte, das schildert Perez in seinem Buch auch mit viel Humor. Nun wurde es verfilmt und läuft ab heute unter dem Titel "Mit Liebe und Chansons" in den heimischen Kinos.

  • Neu im Kino: "15 Liebesbeweise"

    Seit mittlerweile sieben Jahren, also seit dem 1. Jänner 2019, können homosexuelle Paar in Österreich eine Ehe schließen. In Frankreich wurde bereits im Jahr 2013 mit dem sogenannten "Loi Taubira", benannt nach der damaligen Justizministerin Christiane Taubira, eine solche Möglichkeit geschaffen. Dieses Gesetz schloss auch das Recht zur geteilten Elternschaft mit ein - jedoch mit einem Haken. Bis 2021 war nur der biologische Elternteil automatisch anerkannt, der andere Elternteil musste in einem aufwendigen Verfahren erst beweisen, dass er oder sie zur Vater- beziehungsweise Mutterschaft befähigt ist. Betroffen davon war damals auch die französische Filmemacherin Alice Douard, die ihre Erfahrungen nun in ihr Langfilmdebüt einfließen hat lassen. Ihr Spielfilm mit dem Titel "15 Liebesbeweise" ist nun auch in den heimischen Kinos zu sehen.

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