Nachricht des Kollevits "Les Amazones Avignon": "Wir, die Frauen stehen vereint mit Gisele" (Pelicot)

APA-IMAGES/AP/LEWIS JOLY

Radiokolleg

Nach der Gewalt (1)

Die Gewaltspirale

Gewalt gegen Frauen dominiert derzeit die Schlagzeilen: Vom Fall Pelicot bis zu den Epstein-Files, von den Freisprüchen der Jugendlichen im "Fall Anna" bis zur "Liesing-Bande", die eine Lehrerin terrorisierte. Dieses Radiokolleg untersucht, was "Nach der Gewalt" passiert: Finden Frauen ausreichend Schutz und Hilfe? Womit haben sie nach der Gewalt zu kämpfen? Wie kann Gewalt verhindert werden?

Wenn man derzeit Medien konsumiert, gewinnt man den Eindruck, dass Gewalt gegen Frauen exponentiell zugenommen hat: Kaum ein Tag, an dem nicht über eine Vergewaltigung, einen sexistischen Übergriff oder einen Femizid berichtet wird. In diesem Teil der Serie wird mit Andrea Czak, der Leiterin des Vereins FEM.A (= feministische Alleinerzieherinnen) erörtern, welche Männertypen der Grund für diese Gewalteskalation sein könnten. Es geht um autoritäre Staatschefs wie Trump, Putin, Erdogan, die toxische Männlichkeit als Mittel zur Machtsicherung einsetzen, um Social media-Stars wie die Tate-Brüder, die Frauenhass zur Geschäftsgrundlage machen und relativ rezente gesellschaftliche Phänomene wie die Incels (=involuntary celibate), die sich aus Wut und Frustration über Ablehnung zu einer politischen Pressure Group organisieren. Der Schauspieler Cornelius Obonya, der im Rahmen der Initiative StoP (=Stadtteile ohne Partnergewalt) Männergewalt anprangert und in der Sendung zu hören ist, sagt: "Männer, die Femizide begehen, haben wahrscheinlich panische Angst vor Verlust."

Service

Radiokolleg-Podcast

Sendereihe

Gestaltung

  • Thomas Mießgang