Menschenbilder
Georg Biron, Autor und Chronist
Vogelkopf und Eisenschädel. Georg Biron, Autor, Schauspieler und Regisseur aus Wien
1. Februar 2026, 14:05
"Frühe Kindheitserinnerungen sind zweifelhaft. Oft glaubt man nur, sich an bestimmte Szenen zu erinnern, weil Erwachsene später darüber sprechen." So ein Zitat aus dem Roman "Eisenschädel" des Wiener Autors und Schauspielers Georg Biron. Seine Erinnerungen hat Biron in einer autiobiografischen Romantrilogie festgehalten, zu der auch die Bände "Vogelkopf" und "Frischfleisch" gehören.
Biron, der 1958 in Wien geboren wurde, kann als ein Protokollführer der Kunst- und Kulturszene der 1970er bis 90er-Jahre bezeichnet werden: In seinem Bekanntenkreis finden und fanden sich Namen wie Elfriede Jelinek, Hanno Pöschl, Joe Berger, Helmut Qualtinger, Wolfgang Bauer, Oskar Werner, Peter Patzak oder Peter Turrini, aber auch Udo Proksch und Jack Unterweger. Über sie alle hat Biron geschrieben, neben einer Reihe von anderen Themen, die in Reiseberichten und "Short Stories" aufgearbeitet wurden. Insgesamt 35 Bücher finden sich in seinem Portfolio, neben Drehbuch-, Regie- und Theaterarbeiten.
In diesem "Menschenbild" erzählt Georg Biron, wie er zum Schreiben gekommen ist, welche Autoren ihn geprägt haben - und auch darüber, dass er das Arbeiten mit Worten für eine Art "Entrückung" hält, so als wolle ihm sein Unterbewußtsein etwas einflüstern. Er schlägt einen Bogen von einem Wien, das es so heute nicht mehr gibt, bis zur Gegenwart und zu Adrian Goigingers Film "Rickerl - Musik is höchstens a Hobby", in dem er als Schauspieler mitgewirkt hat.
Gestaltung: Chris Haderer
