Alfred Döblin

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Moderne Klassiker (5)

"Die Statistin" von Alfred Döblin. Es liest Rolf Boysen.

Der durch seinen1929 erschienenen Roman "Berlin Alexanderplatz" berühmt gewordene Autor Arzt Alfred Döblin galt nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin als führender Vertreter des literarischen Expressionismus. In der Weimarer Republik war er ein engagierter Demokrat und gehörte der Gruppe 25 an, einem Zusammenschluss linksgerichteter Schriftsteller und Künstler, darunter Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Robert Musil und Ernst Toller. Im Februar 1933 floh er über Zürich nach Paris und wurde 1936 französischer Staatsbürger. Bei Kriegsbeginn 1939 verfasste er Flugblätter gegen das NS-Regime, musste dann 1940 erneut fliehen und gelangte über Portugal nach Los Angeles. Nach seiner Rückkehr 1945 wurde er Literaturinspekteur der französischen Militärverwaltung in Baden-Baden. Enttäuscht über die politische Restauration in der Bundesrepublik, ging er 1953 zurück nach Paris. 1957 starb der an Parkinson erkrankte Schriftsteller in einer Klinik in Emmendingen - damals in Deutschland weitgehend vergessen und mittellos. Erst posthum wurde Alfred Döblin als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache wiederentdeckt.

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  • Peter Zimmermann

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