Radiokolleg

Phänomen Stau (4)

Stauvermeidung

Kuchl, Golling, Werfen: Kaum jemand war in den vergangenen Jahren mehr von Stau betroffen als die Gemeinden entlang der Tauernautobahn. Der Grund war die Sanierung einer Tunnelkette entlang der A10. Der längste Stau während der zweijährigen Teilsperre war 45 Kilometer lang! Trotz Abfahrverboten von der Autobahn versuchten viele Reisende den Stau auf der Bundesstraße zu umfahren. An Spitzentagen kam damit das öffentliche Leben in den Anrainergemeinden zum Erliegen. Eine Möglichkeit dem Stau auf der Straße auszuweichen wäre der Umstieg auf die Bahn. Doch auch hier gibt es Stau. Betroffen ist davon vor allem die Deutsche Bahn die europaweit zum Inbegriff für Verspätungen und Zugausfälle wurde. Schuld daran sind jahrelange Einsparungsprogramme. Im Fernverkehr liegt die Pünktlichkeitsrate der DB nur noch bei knapp über 50 %, wobei gänzlich ausgefallene Züge nicht in die Statistik aufgenommen werden. Durch die internationale Verzahnung des Schienenverkehrs hat das auch Auswirkungen auf Österreich. Auch der Güterverkehr ist von der maroden Bahn-Infrastruktur betroffen. Dadurch weichen viele Firmen auf LKW aus, die dann wiederum auf den Straßen im Stau stecken. Abgemindert werden soll die Staufrequenz an Verkehrsknotenpunkten durch Überkopfanzeiger, Echtzeitinformationen über Ausweichrouten und in Zukunft auch durch selbstfahrende Autos - die sich, weitgehend unfallfrei, mit gleicher Geschwindigkeit aneinanderreihen, so die Vision.

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  • Andreas Wolf