Europa-Journal
EU/China, Tschechien, Russland, Bulgarien
EU und China: Freunde oder Feinde? +++ Aus Prag nach Teheran: Wie ein Radio die Menschen im Iran informiert +++ Russland: Wie groß ist der Rückhalt für Putin? +++ Bulgarien: Ein prorussischer Ex-General will an die Macht
13. März 2026, 18:25
EU und China: Freunde oder Feinde?
Für die Europäische Union sind es schwierige Zeiten, was internationale Allianzen betrifft. Auf die USA scheint kaum Verlass mehr - neue Verbündete müssen also her. Zu Jahresbeginn hat die EU das Abkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten geschlossen, sowie einen Handelsdeal mit Indien. Doch welche Strategie verfolgt die Union bei China? Wie stehen die Chancen für ein Abkommen mit Peking? Martha Georgiew hat darüber in Brüssel mit den EU-Abgeordneten Engin Eroglu und Sakis Arnaoutoglou aus der europäischen China-Delegation diskutiert.
Aus Prag nach Teheran: Wie ein Radio die Menschen im Iran informiert
Nachrichten aus dem Iran sind derzeit Mangelware. Das Regime hat das Internet fast vollständig blockiert. Das heißt auch, dass die Menschen im Iran kaum Zugang zu Nachrichten haben - vor allem nicht zu unabhängigen Nachrichten. Da hilft "Radio Farda" - es ist für viele Iranerinnen eine der wichtigsten Informationsquellen. Der US-Auslandssender erreicht von Prag aus rund zehn Prozent der iranischen Bevölkerung. Marianne Allweiss berichtet aus Tschechien.
Russland: Wie groß ist der Rückhalt für Putin?
Auch nach mehr als vier Jahren Ukraine-Krieg ist kein Durchbruch in den Verhandlungen in Sicht. Vor allem, weil Russlands Machthaber Putin zu keinen Kompromissen bereit ist. In Russlands Bevölkerung wächst unterdessen die Kriegsmüdigkeit - hohe Rüstungsausgaben und Sanktionen belasten die Wirtschaft. Trotzdem ist die Unterstützung für Putins Kurs hoch, während Kritiker verfolgt und Opposition und unabhängige Medien mundtot gemacht werden. Carola Schneider mit einem Stimmungsbild aus Moskau.
Bulgarien: Ein prorussischer Ex-General will an die Macht
In Bulgarien wird Mitte April zum achten Mal innerhalb von fünf Jahren gewählt. Bei Protesten gegen Korruption wurde die letzte Regierung im Dezember gestürzt. Der bisherige Präsident Rumen Radew will jetzt bei den Parlamentswahlen mit einem eigenen Bündnis antreten - und könnte dabei die politische Landschaft durcheinanderwirbeln. Experten rechnen dem russlandfreundlichen Ex-General und EU-Skeptiker gute Chancen aus, der nächste Ministerpräsident Bulgariens zu werden. Diljana Lambreva berichtet aus Sofia.
Moderation: Martha Georgiew
