Stimmen hören

Britten-Umkreisungen

Von, vor und neben Benjamin Britten: Lieder und Chorisches vielfältigster Art

Kein Komponist mit späterem Geburtsdatum als Benjamin Britten wird es auf vergleichbare Weise schaffen, permanent in den internationalen Opernspielplänen präsent zu sein, von "Peter Grimes" bis zum "Sommernachtstraum", und dies unabhängig von Gedenkanlässen. (Von denen das Jahr 2026 einen bereithält, Brittens 50.Todestag im Dezember.) Auch Brittens "War Requiem" behauptet seinen Platz in den Konzertsälen. Etwas mehr Überredungskunst braucht es für Benjamin Brittens (viele!) Lieder und Liederzyklen, mit einer schier abenteuerlichen Palette an Textvorlagen, speziell für die mit Klavierbegleitung, die sich in der Aufführungsgeschichte auch erst von der ursprünglichen Bindung an (fast immer) Benjamin Britten am Flügel und Tenor Peter Pears als Vokalisten lösen mußten. Heute kann man sie in riesiger stimmlicher Vielfalt, gewissermaßen "für jeden Geschmack", aus der Konserve zum Erklingen bringen und auf sich wirken lassen. Und ebenso die ältere, vorklassische Vokalmusik von den "Inseln", die ein Komponist wie Britten immer mit-dachte. Ähnliches gilt für die stärker als Britten britische Spezialität gebliebenen Zeitgenossen, von den Spätest-Romantikern bis Finzi und Vaughan Williams, Tippett und Rebecca Clarke. Wie machen sich Brittens "Cabaret Songs" neben solchen von Wilhelm Grosz? Verträgt sich Chorisches von Max Reger mit Britten'schem? (Vorweggenommen: erstaunlich gut.)

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel