Belarus: Freilassung von politischen Häftlingen

APA-IMAGES/AFP/PETRAS MALUKAS

Europa-Journal

Belarus, Spanien, Italien, Norwegen

Belarus: Die Unterdrückung bleibt +++ Spanien: Hightech hinter Kirchenmauern +++ Italien: Alte Dialekte und neue Chancen +++ Norwegen: Für das Leben lernen wir

Belarus: Die Unterdrückung bleibt

250 politische Gefangene sind in Belarus vergangene Woche freigekommen. Machthaber Alexander Lukaschenko hat ihre Freilassung nach Verhandlungen mit den USA veranlasst. Wie schon bei früheren Deals erhält das Regime in Belarus dafür Erleichterungen bei Sanktionen. Trotz mehrerer Freilassungswellen in den vergangenen Monaten zählen Menschenrechtsorganisationen weiterhin knapp 900 politische Gefangene - und die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Wie erbarmungslos der Alltag in belarussischen Gefängnissen ist und warum die jüngsten Freilassungen kein Ende der brutalen Repressionen bedeuten, erklärt Belarus-Experte Ingo Petz von der Online-Plattform "Dekoder".


Spanien: Hightech hinter Kirchenmauern

Supercomputer sollen die Unabhängigkeit und Konkurrenzfähigkeit der europäischen Forschung garantieren. Einer der modernsten dieser Computersysteme steht in Barcelona, und zwar in einer ehemaligen Kirche. Hier werden unter anderem virtuelle Lungen erstellt, um zu untersuchen, wie sich Umweltverschmutzung in Städten auf Menschen auswirkt. Maren Häußermann hat sich direkt im Serverraum des Supercomputers umgesehen.


Italien: Alte Dialekte und neue Chancen

In Italien sind rund 4.000 Gemeinden von Entvölkerung bedroht. Auch Dörfer im Trentino sind davon betroffen, doch mit hohen Zuschüssen für Renovierungen und Zuzug will man der Abwanderung entgegenwirken. So sollen junge Familien in der Region gehalten und auch neue Bewohner aus dem Ausland gewonnen werden. Interessant könnte das auch für Österreicherinnen und Österreicher sein, denn in manchen entlegenen Dörfern wird noch "Zimbrisch", ein alter deutscher Dialekt, gesprochen, wie Bernt Koschuh berichtet.


Norwegen: Für das Leben lernen wir

Raus aus dem Schulsystem - und rein ins echte Leben: In Norwegen nehmen sich viele junge Menschen nach dem Abschluss bewusst Zeit, um herauszufinden, wer sie sind und was sie können. Statt Noten und Prüfungen stehen Gemeinschaft, Eigenverantwortung und praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. Warum dieses Konzept gerade in Krisenzeiten so attraktiv ist, zeigt Arne Bartram.

Moderation: Martha Georgiew, Redaktion: Miriam Beller

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