Roland Neuwirth

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Menschenbilder

Roland Neuwirth, Erneuerer des Wienerlieds

Ein Philosoph Wiener Musik. Der Sänger und Gitarrist, Textautor und Komponist Roland Neuwirth

Mit sieben Jahren schreibt Roland Neuwirth sein erstes Gedicht, mit 14 erfolgt ein erster Auftritt mit E-Gitarre im Prater. Vor über 50 Jahren gründet er die Neuwirth-Schrammeln, die zu den rockigen Extremschrammeln werden. Das Quintett veröffentlicht 18 Alben und verbindet traditionelles Wienerlied und Schrammelmusik mit Blues, Jazz und Rock. Roland Neuwirth ist ein Live-Künstler. "Auf der Bühne bin ich ein junger Mensch", sagte der heute 75-Jährige vor wenigen Jahren.

Geboren 1950 in Wien, aufgewachsen in Wien-Hernals, Lehre und Arbeit als Schriftsetzer in Wien, Studium der Gitarre an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, das sind die biographischen Eckdaten. Musikalisch angesiedelt ist Roland Neuwirth in Wien - und zugleich in der internationalen Musiklandschaft. Bis heute ist er kreativer Erneuerer, Neuerfinder des Wienerlieds, der es versteht, die Musik in und aus Wien von Kitsch und Staub zu befreien.

Bei und mit ihm übten viele Musikerinnen und Musiker ihr Handwerk, er ist Musiklehrer, auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Bandleader, Sänger und Kontragitarrist. Der vielseitige Roland Neuwirth hat an die 400 Lieder geschrieben, Film- und Theatermusik, eine Schrammel-Operette, er hat Franz Schuberts Winterreise ins Wienerische gebracht. Im Johann-Strauss-Jahr 2025 wurde seine Walzersymphonie "Scho laa, fü's au!" uraufgeführt.

Die "Menschenbilder" besuchen den Musiker und Autor an seinem Rückzugsort im nördlichen Waldviertel.

Sendereihe

Gestaltung

  • Lukas Tremetsberger