Journal-Panorama

Win-win oder Brain-Drain?

Die Anwerbung von Pflegekräften aus armen Ländern birgt Chancen und Risiken

Den Industrieländern des globalen Nordens fehlt es zunehmend an Pflegekräften. Sie rekrutieren deshalb Personal in armen Ländern des Südens: Großbritannien bedient sich seit dem Brexit - gegen den Willen der WHO - in bitterarmen afrikanischen Ländern; auch Österreich versucht verstärkt, Pflegerinnen aus Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Kolumbien anzuwerben. Von deren Geldüberweisungen profitieren ihre Familien und die Wirtschaft ihrer Heimatländer. Andererseits aber zerbrechen viele Familien von Arbeitsmigrantinnen. Da vor allem gut qualifizierte Pflegekräfte auswandern, kommt es zu einem Brain-Drain. Die Gesundheitsversorgung in Ländern wie Kenia oder den Philippinen verschlechtert sich.
Wie lässt sich diese Entwicklung korrigieren? Inwieweit würde eine Ausbildung ausländischer Kräfte in den Industrieländern statt in den Heimatländern helfen?

Gestaltung: Thomas Kruchem

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