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Dimensionen
Räude bei Steinbock und Gämse
Unterwegs mit dem Wildtierökologen Gunther Greßmann
21. April 2026, 19:05
Kahle Stellen im Fell, verkrustete Haut, Tiere, die sich unaufhörlich kratzen. Räude ist bei Steinböcken und Gämsen oft schon von Weitem zu erkennen. Verursacht wird die Krankheit durch Milben. Aber Räude gilt als klassische Faktorenkrankheit: Ob ein Tier erkrankt, hängt nicht nur vom Erreger ab, sondern auch von seinem Zustand, von Stress und von den Bedingungen im Lebensraum. Im Alpenraum tritt Räude seit langem auf, oft in Wellen. Untersuchungen zeigen, dass viele Tiere, die Milben in sich tragen, ohne sichtbar zu erkranken. Diese sogenannten stillen Träger könnten entscheidend dafür sein, dass sich die Krankheit in Populationen hält. Im Nationalpark Hohe Tauern beobachtet der Wildtierökologe Gunther Greßmann seit Jahren, wie sich Räude bei Steinwild ausbreitet.
Gestaltung: Kathrin Horvath
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