Moment
Im Pflegeheim der plappernden Papageien
Alltag im Papageienschutzzentrum Wien
22. April 2026, 15:30
Mit einem stürmischen "Hallo" begrüßen Papageien die Tierpflegerinnen Helga und Vanessa. Niko hat von seiner Vorbesitzerin das Ariensingen übernommen, Pflegerin Helga tut ihr Bestes, mit ihm anzustimmen. Riko sitzt auf einem Ast über ihr und lacht sie aus, es klingt hämisch, ist aber nur gut gelaunt. Die dunkelroten Aras Carlos und Elvis bewegen sich im Takt, als würden sie trocken-synchronschwimmen. Seit 15 Jahren sind die beiden ein Paar. Nasi, der Nasen-Kakadu, ist Witwer und hat mit gewissen Altersproblemen zu kämpfen. Eine Fettleber: zu viel und wohl auch falsch gegessen in all den Papageien-Jahren. Manche werden 80 Jahre alt. Viele haben jahrzehntelang einem Menschen als Partner- oder Kindersatz gedient, ihr Leben allein in einem kleinen Käfig verbracht. Im Papageienschutzzentrum werden sie mit Artgenossen verkuppelt, aufgepäppelt und auch psychisch aufgebaut. Im besten Fall hören sie irgendwann auf mit dem "Hallo" und wechseln zurück in die wilde Papageiensprache.
