Radiogeschichten

Ein Sommer in der Lagune von Grado

"Nur die Laute der Vögel" von Ursula Wiegele

Eine Insel in der Lagune. Ein kleines Haus mit hellblauen Läden. Eine Weinlaube, Gemüsebeete, bald auch ein Stück Rasen. Der alte Fischer Matteo bringt Luca im Frühjahr auf die Insel, wo er bis zum Ende des Sommers bleiben wird. Luca muss nachdenken, zu sich kommen. Schmerzen in der Hand zwingen ihn, den Musiker, zur Pause. Auf der Insel hat er kaum Kontakt zur Außenwelt, verzichtet bewusst auf Nachrichten, rudert nur selten hinaus in die Lagune, um die Gegend zu erkunden. Hier bestimmen nur die Gezeiten den Takt der Tage. Zwei Katzen leisten ihm Gesellschaft, er sieht dem Garten beim Wachsen zu, beobachtet durch die Ferngläser der früh verstorbenen Mutter die Vogelwelt rund um die Insel. Die Stille gibt der Erinnerung Raum, und plötzlich ist da etwas Neues, Unerwartetes. Als die flirrende Hitze des Sommers den Herbststürmen weicht, ist Luca bereit, wieder aufs Festland zu fahren: Im Gepäck seine Gambe und ein wertvolles Geschenk des alten Fischers.
In weiten, ruhigen Bildern erzählt dieser Roman vom Wunsch nach Alleinsein, von einer Alltagsflucht und vom Gesundwerden in einer Landschaft zwischen Himmel und Meer.

Ursula Wiegele wurde 1963 in Klagenfurt geboren und studierte Philosophie an theologischen Fakultäten in Österreich und Italien. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Graz.

Neben Beiträgen in Anthologien und Literaturzeitschriften hat sie bisher fünf Romane veröffentlicht.

Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien.

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Ursula Wiegele: "Nur die Laute der Vögel", Otto Müller Verlag

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