Zeit-Ton
Wally analysiert Zubel
Neue Musik auf der Couch. Thomas Wally analysiert "Not I" von Agata Zubel.
3. Mai 2026, 20:01
Im Jahr 2017 publizierte die italienische Zeitschrift "Classic Voice" das Ergebnis einer Umfrage unter Expert:innen im Bereich der Neuen Musik, welche Werke die wichtigsten Kompositionen des 21. Jahrhunderts wären. Mehrfach genannt wurde "Not I" der polnischen Komponistin Agata Zubel; wenige Jahre zuvor (2013) war das Werk beim prestigeträchtigen International Rostrum of Composers ausgezeichnet worden.
"Not I" basiert auf dem gleichnamigen Monolog von Samuel Beckett. Agata Zubel, selbst hervorragende Sängerin, ist in der Rolle einer Frau zu hören, deren Gedankenstrom mit auskomponierter Sprachlosigkeit beginnt. Die Aufnahme von "Not I" - Agata Zubel zusammen mit dem Klangforum Wien unter der Leitung von Clement Power - schaffte es in den Augen des New Yorker Kritikers Alex Ross in die Top 10 des Jahres 2014.
Thomas Wally, neben seiner Tätigkeit als freischaffender Komponist und Violinist auch an der Wiener Musikuniversität als Senior Lecturer in musiktheoretischen Fächern aktiv, betrachtet "Not I" von Agata Zubel im Gespräch mit Rainer Elstner aus (hör)analytischer Perspektive: Was hören wir, wenn wir dieses Werk hören? Worauf können wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den Hörer/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem geschärften Fokus wahrgenommen werden kann.
Sendereihe
Gestaltung
- Thomas Wally
