Kulturjournal

"Nürnberg" ++ "Rosebush Pruning" ++ Olivier Guez

Gespräch James Vanderbilt zu "Nürnberg"
"Rosebush Pruning" von Karim Ainouz
Olivier Guez: "Die Welt in ihren Händen"

Beiträge

  • James Vanderbilt zu "Nürnberg"

    Eigentlich ist der US-amerikanische Drehbuchautor und Produzent James Vanderbild meistens im Dienste von Hollywood-Unterhaltungsware tätig, etwa bei einigen Slasher-Filmen aus der "Scream" Reihe oder für Blockbuster wie "Independence Day: Wiederkehr" oder "White House Down". Doch der Film "Nürnberg" war für den Sprössling aus der bekannten Vanderbilt Unternehmerdynastie ein Herzensprojekt, für das er auch die Regie übernommen hat. Schon der Titel verweist auf den ersten NS-Kriegsverbrecherprozess nach dem zweiten Weltkrieg: Im Zentrum stehen Gespräche zwischen dem angeklagten NS-Reichsmarschall Hermann Göring und dem Psychiater Dr. Douglas Kelley, der der Anklage Informationen über Göring liefern soll.

  • "Rosebush Pruning" im Kino

    Der Film "Rosebush Pruning" war heuer im Rahmen der Berlinale im Wettbewerb für den Goldenen Bären nominiert. Der brasilianische Regisseur Karim Ainouz erzählt darin von einer superreichen amerikanischen Familie, die sich in einer abgeschotteten Luxusvilla in Nordspanien selbst genügt - und langsam daran zugrunde geht. Nach Filmen wie "Futuro Beach" und "Motel Destino" hat sich Ainouz für sein neues Werk mit dem griechischen Drehbuchautor Efthymis Filippou zusammengetan, bekannt als langjähriger Schreibpartner von Yorgos Lanthimos.

  • Autor Olivier Guez über Gertrude Bell

    Ein Leben abenteuerlicher als das von Gertrude Bell kann man sich kaum vorstellen. Die Britin lebte in den 1920er-Jahren in Bagdad, arbeitete gleichzeitig als Archäologin und für den britischen Geheimdienst, war eine Freundin von Lawrence von Arabien und eine Beraterin des damaligen Kolonialministers Winston Churchill. Kein Wunder, dass es zahlreiche Biografien über sie gibt und Filmemacher Werner Herzog, mit Nicole Kidman in der Hauptrolle, das Biopic "Königin der Wüste" über Bells Leben gedreht hat. Ganz schön viel Kitsch und Klischees wurden da angehäuft - ein Roman versucht jetzt damit aufzuräumen: "Die Welt in ihren Händen" heißt der und er stammt vom französischen Schriftsteller Olivier Guez.

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