Vom Leben der Natur

Baggern für den Huchen in der Mur

Der Naturschützer Franz Keppel bemerkt, warum der Lebensraum des forellenartigen Fisches bedroht ist.

Der Grazer Naturschützer Franz Keppel, bekannt als "Huchenfranz", kennt die Mur seit seiner Kindheit und hat miterlebt, wie der einst stark verschmutzte Fluss wieder fischreich wurde.

Doch Verbauungen, Kraftwerke und der Klimawandel bedrohen die Vielfalt im Fluss und damit auch den Huchen. Der Huchen (Hucho hucho) ist der größte Salmonide unserer Flüsse. In Österreich kam der "Donaulachs" ursprünglich in 145 Fließgewässern vor, die eine Gesamtlänge von mehr als 4000 Kilometern hatten. Flussbegradigungen und Uferbefestigungen, Staumauern und Kraftwerke, schlammtransportierende Stauraumspülungen und die Erwärmung des Wassers durch den Klimawandel haben seinen Lebensraum jedoch stark degradiert.

In den meisten Flüssen findet der bis zu 150 Zentimeter große Fisch keine geeigneten Laichgründe mehr, weil der Boden verhärtet ist und Feinsedimente die Eier und Jungfische sterben lassen.
Seit Jahrzehnten bemüht sich Franz Keppel deshalb um den Bestand des Huchen in der Mur. 2024 hat er dafür den Naturschutzpreis des Landes Steiermark erhalten und 2025 die "Silberdistel", den M. & W. Graf Biodiversitätspreis des Landes Steiermark.

Service

Gesprächspartner:
Franz Keppel, bekannt als "Huchenfranz", ist Naturschützer aus Graz, der sich seit Jahrzehnten für den Fortbestand des Huchens in der Mur einsetzt.

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Sendereihe

Gestaltung

  • Sonja Bettel