Opus - das Musikkolloquium

Vitali Aleksennok - musikalische Tiefe und politischer Mut

Ein Portrait des 34-jährigen Dirigenten aus Belarus

Anfang Mai feierte der belarusische Dirigent Vitali Aleksennok sein Debüt am Pult der Wiener Symphoniker. Der 34-Jährige, der zurzeit den Chefposten an der Deutschen Oper am Rhein innehat, setzt in seinen Konzerten auf Vermittlung und Genrevielfalt - die Financial Times bezeichnete ihn einst als "Gschichtenerzähler, der uns in seinen Bann zieht". Diese Geschichten erhält der Dirigent übrigens in sieben verschiedenen Sprachen.

Als künstlerischer Leiter des KharkivMusicFest verantwortet er das zurzeit einzig kontinuierlich durchgeführte Festival in der Ukraine. Seine eigene politische Haltung manifestierte sich 2020 in der aktiven Teilnahme an den Protesten gegen das Lukaschenko-Regime in Belarus, worüber Vitali Aleksennok 2021 in seinem Buch "Die weißen Tage von Minsk" reflektiert - seither kann er nicht mehr in seine Heimat zurückkehren.

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