Yiddish Glory - ROMAN BOLDYREV
Spielräume
Jiddische Stimmen zwischen Erinnerung und Gegenwart
Musik aus allen Richtungen mit Marie-Theres Himmler. Drei aktuelle Alben mit jiddischer Musik - zwischen Archivfund, poetischem Widerstand und radikaler Offenheit.
26. Mai 2026, 17:30
Mit "The Silenced Songs of World War II" liegt das lange erwartete Folgealbum des Projekts "Yiddish Glory" vor. Im Zentrum stehen Texte jüdischer Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion entstanden und jahrzehntelang unbeachtet in Archiven lagerten. In den behutsamen und zugleich eindringlichen Neuvertonungen werden diese Lieder zu bewegenden Klangdokumenten gelebter Geschichte.
Die Klezmatics feiern mit "We Were Made for These Times" ihr 40-jähriges Bestehen - und präsentieren sich dabei so gegenwärtig wie eh und je. Die New Yorker Formation verbindet jiddische Tradition mit politischer Poesie und zeitgenössischen Protestliedern. Entstanden ist ein Album voller Energie, Haltung und musikalischer Neugier - getragen vom unverwechselbaren Sound einer Band, die seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des modernen Klezmer zählt.
Das Duo Shtoltse Lider widmet sich auf "Queen of Words" der jiddischen Dichterin Anna Margolin. Ihre Texte über Stolz, Verletzlichkeit und Selbstbehauptung werden in einem offenen, genreübergreifenden Klangraum neu gelesen. Zwischen Klezmer, Jazz und zeitgenössischer Musik entsteht ein selbstbewusstes und zugleich fein nuanciertes Porträt jiddischer Kultur im Hier und Jetzt.
Sendereihe
Gestaltung
- Marie-Theres Himmler
