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Die Ö1 Bücherbox zum Thema "Shakespeare" (1)

Maggie O'Farrell: "Judith und Hamnet"

Dass William Shakespeare nach wie vor einen großen literarischen Einfluss hat, zeigt sich auch daran, dass zahlreiche zeitgenössische Autorinnen und Autoren sich von seinem Werk oder seinem Leben inspirieren lassen. Drei Romane dieser Art werden in Staffel 16 der Bücherbox präsentiert: "Judith und Hamnet" von Maggie O'Farrell verknüpft die spärlichen Informationen über Shakespeares Privatleben mit seinem bekanntesten Drama; der Roman "Hexensaat" ist Margret Atwoods Interpretation und zugleich Verneigung vor Shakespeares "Der Sturm"; M.L. Rio erzählt in ihrem Romandebüt "If we were Villains" von einer Gruppe junger Schauspielstudenten, die auf gefährliche Weise von Shakespeare besessen sind.

England im 16. Jahrhundert: Shakespeares Frau Agnes lebt allein mit den drei Kindern in der Provinz. Auch nachdem ihr Sohne Hamnet an einer Pesterkrankung stirbt, lässt sich der Dichter nicht blicken. Es kommt zur Ehekrise. Doch ein Theaterstück ändert alles.
Über William Shakespeares Leben ist sehr wenig bekannt, zum Beispiel, dass sein Sohn 1596 im Alter von 11 Jahren verstorben ist und der Dichter vier Jahre später seinen "Hamlet" geschrieben hat. Die irische Autorin Maggie O'Farrell hat entlang dieser spärlichen Fakten, einen poetischen Roman geschrieben, in dessen Zentrum Shakespeares Ehefrau Agnes Hathaway steht - ein Buch über Trauer, das gleichzeitig vor Leben sprüht.

Hannah Balber hat die Schauspielerin Martina Stilp zu einem Lektüregespräch über "Judith und Hamnet" getroffen. Martina Stilp ist derzeit als Getrud in Shakespeares "Hamlet" im Theater in der Josefstadt in Wien zu sehen.

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