APA/HELMUT FOHRINGER
Punkt eins
Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich
Die Enkommensschere: Was sie bedeutet und wie die Politik gegensteuern könnte. Gast: Dr. Franziska Disslbacher, Assistenzprofessorin, Forschungsinstitut Economics of Inequality, WU Wien. Moderation: Philipp Blom. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
1. Juni 2026, 13:00
Auch 2026 öffnet sich die Schere zwischen denen, die Geld haben und denen, die keines haben, weiter, wie der World Wealth Report darstellt. Für Österreich heißt das konkret, dass die 500 reichsten Individuen des Landes 39% des Wohlstandes kontrollieren. Die fünfzig ärmsten Prozent haben zwei bis drei Prozent des Wohlstandes.
Was tut es mit einer Gesellschaft, wenn dieser Trend sich fortsetzt? Ist es gerecht, dass Einkünfte aus Kapital schneller wachsen, als Einkünfte aus Arbeit? Und ist es demokratisch, wenn wenige Menschen so viel mehr Wohlstand und Einflussmöglichkeiten haben, auch auf die Politik? Franziska Disslbacher forscht an der Wirtschaftsuniversität in Wien über Einkommensungleichheit, die Verteilung und Besteuerung von Einkommen, Vermögen und Erbschaften sowie intergenerationelle soziale Mobilität.
Im Gespräch mit Philipp Blom und den Zuhörerinnen und Zuhörern der Sendung gibt Franziska Disslbacher Einblick in ihre Forschungen und spricht darüber, wie soziale Gerechtigkeit und liberale Märkte miteinander koexistieren können, welche Auswirkungen wachsende Ungleichheit auf Gesellschaften haben kann und welche politischen Hebel und Stellschrauben zur Verfügung stehen, um Einfluss auf diese Entwicklungen zu nehmen.
Debattieren Sie mit uns über Steuergerechtigkeit und Erbschaftssteuer, Ungleichheit und Gerechtigkeit! Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at
