Maryja Kalesnikawa

APA-IMAGES/DPA/JENS KALAENE

Europa-Journal

Belarus, Armenien, Frankreich, Italien

Belarus: Aus der Isolation in die Freiheit +++ Armenien: Richtungswahl im Südkaukasus +++ Frankreich: Späte Abrechnung +++ Italien: Stadt am Abgrund

Belarus: Aus der Isolation in die Freiheit

Fünf Jahre lang war Maria Kalesnikawa als politische Gefangene in Belarus inhaftiert. Etwa die Hälfte dieser Zeit verbrachte sie in Isolationshaft, jeglicher Kontakt zur Außenwelt war lange unmöglich. Im Dezember wurde die Menschenrechtsaktivistin und führende Oppositionspolitikerin durch US-Vermittlungen freigelassen - ihr Heimatland musste sie jedoch verlassen. Im Europajournal-Interview spricht Maria Kalesnikawa über ihre Zeit im Gefängnis und darüber, welche Erwartungen und Wünsche sie an die EU im Umgang mit Belarus hat.

Armenien: Richtungswahl im Südkaukasus

Am 7. Juni wird in Armenien das Parlament gewählt. Nikol Pashinjan hat gute Chancen, als Premierminister wiedergewählt zu werden. Und das, obwohl Armenien unter seiner Führung die Kontrolle über die lange umkämpfte Region Bergkarabach an Aserbaidschan verloren hat. Gleichzeitig versucht Russland, seinen Einfluss in der Südkaukasus-Republik geltend zu machen. Doch Armenien orientiert sich zunehmend in Richtung Europa, berichtet aus Jerewan Luise Glum.

Frankreich: Späte Abrechnung

Frankreich hat einen historisch bedeutsamen Schritt gesetzt und ein Gesetz abgeschafft, das noch aus der Zeit der Sklaverei stammt. Der sogenannte "Code Noir" aus dem 17. Jahrhundert regelte die Versklavung in den Kolonien und blieb trotz Abschaffung der Sklaverei formal in Kraft. Nun hat die Nationalversammlung einstimmig für seine Aufhebung gestimmt. Welche Bedeutung das hat, erläutert unsere Frankreich-Korrespondentin Leonie Heitz mit dem Historiker Sébastien Ledoux.

Italien: Stadt am Abgrund

Die sizilianische Kleinstadt Niscemi wurde Anfang des Jahres von einer verheerenden Umweltkatastrophe heimgesucht: Ein ganzer Teil der Stadt brach durch einen Erdrutsch regelrecht weg. 1.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele von ihnen können nicht mehr zurückkehren. Der Boden unter Niscemi ist immer noch instabil. Korrespondentin Cornelia Vospernik hat die Stadt besucht.

Moderation: Miriam Beller

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