Journal-Panorama

50 Jahre Soweto-Aufstand

Der Anfang vom Ende der Apartheid

Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto, dem größten Township in Südafrika, tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Sie protestieren gegen eine Entscheidung der Apartheid-Regierung, wonach zentrale Schulfächer künftig auf Afrikaans unterrichtet werden müssen - der Sprache der weißen Minderheit und der Unterdrücker. Die Polizei geht mit äußerster Brutalität vor, schießt mit scharfer Munition; Bilder wie das des sterbenden Schülers Hector Pieterson gehen um die Welt.

Der Soweto-Aufstand markiert einen historischen Wendepunkt im Kampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gegen das rassistische Apartheid-System und wird zu einem der prägendsten Ereignisse der südafrikanischen Geschichte. Fünfzig Jahre später gilt der 16. Juni als der Moment, in dem aus lokalem Protest ein landesweiter Aufbruch wurde. Der Weg zur Überwindung der Apartheid war noch lang - doch ohne die Schülerrevolte von Soweto wäre er kaum denkbar gewesen.

Gestaltung: Stephan Ueberbach (ARD)

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