Afghanistan

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Europa-Journal

Europa/Afghanistan, Schweiz, Portugal, Albanien

Afghanistan: Muss Europa mit den Taliban reden? +++ Schweiz: Diplomatischer Drahtseilakt +++ Portugal: Der andere amerikanische Traum +++ Albanien: Mit rosa Flamingos gegen Luxusresorts

Afghanistan: Muss Europa mit den Taliban reden?

Vor fast fünf Jahren haben die radikalislamischen Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. Seither werden die Rechte von Frauen und Minderheiten massiv eingeschränkt. Mädchen dürfen ab dem Alter von zwölf Jahren nicht mehr in die Schule und häusliche Gewalt wurde faktisch legalisiert. Lange haben europäische Staaten keine diplomatischen Beziehungen zu den Taliban unterhalten, doch das könnte sich nun ändern. Länder wie Deutschland und Österreich möchten wieder vermehrt nach Afghanistan abschieben und Delegationen der Taliban sind in europäischen Hauptstädten zu Gast. Zuletzt fanden in Brüssel Gespräche mit der EU-Kommission statt. Menschenrechtsorganisationen sind alarmiert. Der österreichisch-afghanische Journalist Emran Feroz im Gespräch.


Schweiz: Diplomatischer Drahtseilakt

Die neutrale Schweiz ist als diplomatischer Player weltweit bekannt. Sie nimmt ihre Aufgabe über sogenannte Schutzmachtmandate wahr, derzeit hat sie acht solcher Mandate inne. Eines der wichtigsten ist jenes für die USA im Iran, da Washington in Teheran keine eigene diplomatische Vertretung unterhält. Über den Schweizer Kanal können die beiden verfeindeten Nationen diplomatische Kontakte pflegen. Nach Ausbruch des Krieges war die Schweizer Botschaft in Teheran aus Sicherheitsgründen jedoch wochenlang geschlossen und das Schutzmachtmandat steht immer mehr zur Diskussion. Bettina Prendergast berichtet aus Bern.


Portugal: Der andere amerikanische Traum

Am 4. Juli feiern die USA ihr 250-jähriges Bestehen. Doch entwickelt sich das Land der Einwanderer zunehmend auch zu einem Land der Auswanderer? Immer mehr Menschen kehren dem Versprechen des amerikanischen Traums den Rücken und verlassen die USA. Besonders beliebt bei US-Auswanderern ist Portugal - angezogen werden sie von dem Klima und den vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten. Aber auch die zweite Amtszeit von Donald Trump spielt bei der Entscheidung für ein neues Leben auf der iberischen Halbinsel eine Rolle, wie Josef Manola in Lissabon erfahren hat.


Albanien: Mit rosa Flamingos gegen Luxusresorts

In Albanien protestieren seit Wochen tausende Menschen gegen ein Tourismusprojekt, das mitten in einem der größten Naturschutzgebiete Europas entstehen soll. Ihr Symbol ist der Flamingo, der in der betroffenen Region heimisch ist. Und es ist nicht das einzige Projekt, das die weitgehend unberührte Natur des Landes gefährdet. Während die Regierung ausländische Investoren anlocken und den Tourismus weiter ankurbeln will, fürchten Umweltschützer um die Biodiversität Albaniens. Theresa Kulovits war im Land unterwegs.

Moderation: Miriam Beller

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