ORF/JOSEPH SCHIMMER
Ö1 Hörspiel
"Homo Empathicus" von Rebekka Kricheldorf
Die Ö1 Neuproduktion, in Kooperation mit der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien entstanden, wurde mit den Studierenden des 4. Jahrgangs des Instituts Schauspiel realisiert. Unter Harald Krewers Regie konnten sie die Arbeit im Hörspielstudio und die besonderen gestalterischen Mittel des Genres kennenlernen.
4. Juli 2026, 14:00
Rebekka Kricheldorfs Stück über ein konfliktfreies Zusammenleben, in dem politische Korrektheit ins sprachliche Extrem getrieben wird, wurde 2014 im Deutschen Theater in Göttingen uraufgeführt und in die Reihe der besten Dramen des Jahres aufgenommen und seither oft gespielt.
Eine utopische, postmoderne Gesellschaft, die Wert auf maximale Empathie legt, strebt nach einem Menschen, der mitfühlend und politisch korrekt ist. Alle Geschlechtskategorien sind aufgehoben, nichts soll das Gegenüber verletzen und seine Individualität einschränken. Sämtliche Vorurteile und Hierarchien scheinen beseitigt, gelebt wird eine vermeintliche Idylle. Mit Hilfe von kommunikativen Strategien werden Konflikte vermieden.
Zusätzlich zur Hörspielproduktion ist ein Gespräch zwischen Autorin und Regisseur über die Aktualität des Stoffes und die Veränderungen der Diskurse zu hören.
"Homo Empathicus", Hörspiel nach dem Theaterstück von Rebekka Kricheldorf. Mit Lara Horvath, Marko Kerezovic, Maxim Lohse, Jakob Merkle, Tara Michelsen, Konstantin Mues-Boeuf, Una Nowak, Jasmin Weißmann, Markus Meyer und Frank Panhans, Tongestaltung: Manuel Radinger und Anna Kuncio, Regie: Harald Krewer (ORF/MUK 2026).
Service
Rebekka Kricheldorf, "Homo Empathicus", Nachwort von Sascha Feuchert, Reclam, 2022 (Theater der Gegenwart)
