Porträt von Vivian Dittmar

AXEL HEBENSTREIT

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Wandel und Muße

Der größte Fang: ein neuer Anfang - Aspekte der Bibel +++ Was bedeutet Wohlstand heute? - Vivian Dittmar im Gespräch mit Johannes Kaup +++ Heilige Mußezeiten - die Ordensfrau und Philosophin Melanie Wolfers über Pausen

Der größte Fang: ein neuer Anfang - Aspekte der Bibel
(Lukas 5,1-11)

Um "Aussteiger und Nachfolger" geht es in jener Bibelstelle, die unter anderem am 5. Juli für evangelische Gottesdienste vorgesehen ist. Sie erzählt von der Berufung der ersten Jünger des Jesus von Nazareth, die Fischer am See Genezareth waren. Johannes Modeß, Pfarrer der Lutherischen Stadtkirche in der Wiener Dorotheergasse, bezeichnet den Text als "wundersame Wundererzählung vom wundersamen Fischfang" - der zugleich ein neuer Anfang ist.


Was bedeutet Wohlstand heute? - Vivian Dittmar im Gespräch mit Johannes Kaup

Was wäre, wenn eine Neuausrichtung auf eine nachhaltige, sozial gerechte und sinnerfüllte Zukunft nicht primär Verzicht, sondern eine neue Form von Wohlstand für alle ermöglichen würde? Diese Frage treibt die Autorin Vivian Dittmar um. Bei den diesjährigen "Goldegger Dialogen" hat sie Anfang Juni den Hauptvortrag gehalten. Sie ist Gründerin der "Be the Change Stiftung für kulturellen Wandel" in Deutschland. Ziel der Stiftungsarbeit ist es, eine neue Definition von Wohlstand in die Nachhaltigkeitsdebatte einzubringen, die ihrer Meinung nach immer noch zu sehr von Verzichtsdenken geprägt ist. Dies geschieht einerseits durch Bildungsangebote, zum anderen durch umsetzungsorientierte Projekte. Nach Lehr- und Entwicklungsjahren in den USA, Indonesien, Indien und Lateinamerika ist sie 2003 nach Deutschland zurückgekommen. Sie hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter "Der emotionale Rucksack", "Das innere Navi", "Gefühle und Emotionen" und "Der innere Wohlstand". Johannes Kaup hat Vivian Dittmar, die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen ist und im bayerischen Chiemgau lebt, gefragt: "Was glauben Sie?"


Heilige Mußezeiten - die Ordensfrau und Philosophin Melanie Wolfers über Pausen

"Pausen sind heilig", sagt die Ordensfrau und Philosophin Melanie Wolfers und bezieht sich nicht nur auf das Ruhen Gottes am 7. Schöpfungstag, wie es in den biblischen Texten erzählt wird. Sie erinnert, dass in der Antike - konträr zur heutigen Definition - Arbeit als Unterbrechung der Muße galt und das bis heute im Altgriechischen und Lateinischen verankert ist. Das althochdeutsche Wort "Muße" bedeutet "Gelegenheit, Möglichkeit" und bezeichnet eine zweckfreie Zeit, eine Zeit frei von Leistungsansprüchen, in der sich der Geist entspannen und neu fokussieren soll. Melanie Wolfers ermutigt, das Bedürfnis nicht als Schwäche abzutun und sich Zeiten der Muße zu gönnen, um die Heiligkeit der Pausen zu entdecken. Maria Harmer hat mit ihr zu bzw. kurz vor Ferienbeginn gesprochen.

Service

Ab September neues Buch: Melanie Wolfers, "Freude - Das Leben ins Herz schließen. Entdecke deine persönlichen Quellen der Freude und stärke deine Resilienz", Verlag Bene!

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  • Martin Gross