In Concert
Federleicht und erdig: Makiko Hirabayashi
Pianistin Makiko Hirabayashi und ihre Band Weavers im November 2025 in Hamburg
10. Juli 2026, 14:05
Makiko Hirabayashi gehört zu jenen Musikerinnen, die unterschiedliche musikalische Welten miteinander verbinden und daraus eine eigene, unverwechselbare Sprache formen. Im Konzert am 14. November 2025 im Rolf-Liebermann-Studio des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg stellte die in Kopenhagen lebende Pianistin und Komponistin mit ihrem Quartett Weavers Musik aus dem Album "Gifts" vor: ein Programm, das von Georg Friedrich Händels Oeuvre angeregt ist, und dessen barocke Motive vom Ensemble mit großer Selbstverständlichkeit in die offene Form des zeitgenössischen Jazz überführt werden. So entsteht ein spannungsvoller Klangraum zwischen Erinnerung und Gegenwart, mit großer Hingabe und Anklängen an die Musik von Jan Garbarek und Keith Jarrett.
Makiko Hirabayashi, in Tokio geboren, in Hongkong aufgewachsen und nach klassischer Ausbildung auch durch die Absolvierung des Berklee College of Music in Boston zur Jazzerin herangereift, zählt seit vielen Jahren zu den markanten Stimmen der skandinavischen Szene. Mit Weavers hat sie ein Ensemble geschaffen, das ihre poetische Tonsprache ideal trägt: Fredrik Lundin am Saxofon, Thommy Andersson am Bass und Bjørn Heebøll am Schlagzeug erweisen sich als kongeniale Mitgestalter.
